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Autor: Marie

Hi, ich bin Marie, eine sport- und reisebegeisterte Expertin für das Thema Narzissmus. Mit langjähriger Erfahrung als Bloggerin und mittlerweile über insgesamt 400 Artikeln schreibe ich hier seit 2016 jeden Samstag zu den Themen Narzissmus, psychische Gesundheit, Psychologie und gesunder Selbstwert. Seit 2016 betreibe ich zudem mit viel Herzblut und Leidenschaft meinen YouTube-Kanal »Narzissmus verstehen«, der mittlerweile über 60.000 organisch gewachsene Follower hat. Darüber hinaus bin ich Autorin des Ratgebers „Die Maschen der Narzissten“, der in der fünften Auflage beim Gräfe und Unzer (GU) Verlag erschienen ist. Zudem biete ich professionelle Beratung und auch Coaching an. Gemeinsam mit meinem Kooperationspartner der Akademie Heidelberg biete ich regelmäßige Online-Workshops zum Thema "Narzissmus im Job" an. Alle Inhalte meines Blogs und meiner weiteren Plattformen sind urheberrechtlich geschützt. 🫶 Marie
Narzisstische Frauen im Job

Narzisstische Frauen im Job

Narzisstinnen im Job können äußerst präsent und übergriffig sein, ziehen aber manchmal durch ihre schlechte Laune das gesamte Büro mit runter. Sie lästern ständig, machen irritierende Bemerkungen und werten die Kolleginnen und Kollegen hinter verschlossenen Türen ab. Wie zeigt sich das Verhalten stark narzisstischer und anstrengender Frauen im Job? Welche Verhaltensweisen solltest du beachten und wann ist es wichtig, klare Grenzen zu setzen? Ich habe in diesem Artikel einmal fünf Hinweise für dich zusammengestellt, auf die du achten solltest:

1. Besonders offene Narzisstinnen im Job sind oft laut, extrem präsent, überrumpeln andere und verhalten sich übergriffig

Sie wollen um jeden Preis auffallen, denn zu jedem Thema geben sie ihren Kommentar ab oder versuchen mit ihrem extremen Auftritt ständig aufzufallen und aus der Rolle zu fallen. Das ist häufig zum Fremdschämen. Außerdem haben sie kein Problem damit, anderen wiederholt ins Wort zu fallen und diese auch in Gruppen vorzuführen.

Beispiel die narzisstische Samira

Filizitas saß mit ihren ganzen Kolleginnen und Kollegen in großer Runde im Zoom-Meeting. Auch ihre Kollegin Samira war dabei. Samira war immer äußerst laut und präsent. Das Meeting hatte einen völlig anderen Charakter und war deutlich unruhiger, wenn sie anwesend war. Häufig herrschte durchgehend Chaos, denn sie leitete das Meeting, wenn sie dabei war. So war es auch diesmal: Nachdem sie alle begrüßt hatte, wählte sie plötzlich Filizitas aus und begann, ihr ungeplant Fragen zu einem Vorgang zu stellen. Filizitas war völlig überrumpelt, und Samira machte sich darüber lustig, sodass Filizitas absichtlich inkompetent vor den Kolleginnen und Kollegen wirkte. Das war die abwertende Art, die Samira häufig anwandte, doch niemand traute sich, etwas zu sagen, denn sie arbeitete schon lange in der Behörde, war inzwischen Abteilungsleitung und somit (wie Samira immer überall betonte) unkündbar.


2. Narzisstinnen sind häufig illoyal 

Narzisstinnen verhalten sich am Arbeitsplatz oft illoyal, suchen ausschließlich ihren eigenen Vorteil und nutzen Kolleginnen und Kollegen extrem aus, häufig unter dem Deckmantel, eine freundschaftliche Verbundenheit zu haben. Das ist insbesondere unter Frauen und in größeren Frauengruppen oft der Fall.

3. Narzisstinnen lästern viel und sind ein Fähnchen im Wind

Narzisstinnen reden mal so und mal so, erzählen zu ihrem Vorteil dem Umfeld im Job immer genau das, was dieses hören will. Ihre Freundlichkeit hält oft nur so lange an, wie dies für sie nützlich ist. Sobald einzelne Menschen im Job keinen Nutzen mehr bieten, werden sie schnell fallen gelassen und entsorgt oder sie wechseln zu ihrem Vorteil die Seite. Manchmal merkt man erst dann, wenn sie das Unternehmen verlassen haben oder man selber nicht mehr da ist, wie bösartig sie über einen selbst hinter dem Rücken geredet haben.

Beispiel: Die narzisstische Kollegin Amelie

Amelie lästerte beim Lunch mit Kira mal wieder über ihre Kollegin Raphaela, die mit ihr in einem Büro saß. „Kein Wunder“, sagte sie, „dass Tom sie verlassen hat. Sie ist von ihrer Art doch unerträglich und vor allem total langweilig. Er war so interessant, er hat Besseres verdient.“ Als sie am Nachmittag wieder im Büro waren, kam sie noch einmal kurz bei beiden vorbei, brachte Raphaela ein Dokument und meinte: „Oh nein, Süße, du siehst wirklich schrecklich aus. Es tut mir so unglaublich leid, ich habe von der Trennung zwischen dir und Tom gehört. Ich kann überhaupt nicht verstehen, warum er dich verlassen hat. Er wird irgendwann merken, was er mit dir verloren hat. Komm mal her, ich drücke dich. Wenn etwas ist, melde dich.“ Dann verließ sie das Büro.Kira, die gegenüber von Raphaela saß sah diese Fake-Inzinierung von Amelie mit an und konnte es kaum glauben, wie krass abgedroschen und mies Amelie mal wieder war.

4. Fühlen sie sich extrem bedroht, beißen weibliche Narzissten um sich 

Fühlen Narzisstinnen sich bedroht, beginnen sie oft damit, Erfolge und Kompetenzen ihrer Kolleginnen und Kollegen öffentlich oder im Verborgenen zu relativieren oder anzuzweifeln. Sie verbreiten Gerüchte und werten andere hinsichtlich dessen ab, was diese können oder geleistet haben. Damit versuchen sie gezielt, die Reputation dieser im Unternehmen oder in der Branche negativ zu beeinflussen.

Beispiel narzisstische Jana

„Ja“, sagte Jana. „Ich habe neulich mit einem Exkollegen gesprochen, der im gleichen Konzern wie Karo gearbeitet hat. So kompetent, wie es scheint, ist sie gar nicht. Obwohl sie jetzt befördert wird, ist das definitiv die letzte Karrierestufe, die sie erreicht haben dürfte. Ich habe Geschichten gehört, die sind unfassbar“. Jana erzählte wieder merkwürdige Sachen über Karo. Diese war neidisch auf sie und ihre Beförderung und versucht jetzt, sie überall mit angeblichen Geschichten schlechtzumachen.


5. Verdeckte Narzisstinnen: Sind muffig und launisch 

Ich schreibe und sage es in meinen Videos sehr oft und auch in meinem Buch ist es Thema unter anderen: Gerade verdeckte Narzissten sind häufig muffig und launisch, so auch verdeckte narzisstische Kolleginnen und Vorgesetzte. Bei ihnen kann die Stimmung oft plötzlich wechseln, und man kann sich lange nicht erklären, woran das liegt. Gerade wenn man sehr eng mit verdeckten Narzissten zusammenarbeitet, ist man häufig mit solchen Stimmungsschwankungen konfrontiert. Die Kollegin grüßt vielleicht plötzlich nur noch kurz und möchte kein Gespräch führen, obwohl es am Tag zuvor keine Probleme gab, und man versteht nicht, warum. Bei Nachfragen erhält man abwertende Kommentare, die man nicht einordnen kann. Dieses Verhalten kann einen sogar zu Hause und in der Freizeit belasten, weil es einen herunterzieht und sich das Problem auf der Arbeit scheinbar nicht lösen lässt. Kommt man aus einem narzisstisch geprägten Elternhaus oder Umfeld, neigt man dazu, diesen Stimmungswechsel schnell auf sich zu beziehen und fühlt sich verantwortlich, wieder für gute Stimmung zu sorgen.

Beispiel die narzisstische Mika

Marion lag die ganze Nacht wach. Warum war ihre Kollegin Mika plötzlich so schweigsam? Hatte sie etwas Falsches gesagt? War es vielleicht doch nicht in Ordnung, dass sie über den Brückentag Urlaub genommen hatte? So etwas kam gelegentlich vor. Mika war unvermittelt schlecht gelaunt, und ihre Stimmung zog die gesamte Atmosphäre im Büro nach unten. Auch in ihrer Freizeit belastete Marion das, doch sie konnte einfach nicht herausfinden, was der Grund dafür war. Am Ende besserte sich Mikas Laune plötzlich und ohne ersichtlichen Grund wieder, aber das konnte manchmal mehrere Wochen dauern, und das war für Marion die Hölle.

Video Narzisstische Frauen im Job erkennen

 

Abwertungen von narzisstischen Freunden und Freundinnen

Abwertungen von narzisstischen Freunden und Freundinnen

Der zweite Teil meiner Spätsommer-Miniserie ist da: Ständige Abwertungen narzisstischer Freundinnen und Freunde sind Gift für die eigene psychische Gesundheit und einen gesunden Selbstwert. So zeigt sich ihr Verhalten, das sind häufige Auswirkungen und meine Tipps für dich (2/6):

 

🆕 Neue Miniserie „Narzisstische und anstrengende Freunde und Freundinnen“

Dieses Mal geht es in meiner neuen Spätsommer-Miniserie um narzisstische Freundinnen und Freunde: Wie verhalten sich narzisstische Freunde im Alltag? Wie können sie einem manchmal schaden, und warum erkennt man das oft erst so spät? Was kann man tun, um dies schneller zu erkennen und seine Grenzen klar zu setzen? Wie schafft man es, keine anstrengenden und stark narzisstischen Freunde im engen Umfeld zu haben? 

Dazu habe ich sechs Kurzvideos mit vielen Informationen und praktischen Tipps für dich.

ℹ️ Wenn du mehr zum Thema Narzissmus und Freundschaft wissen möchtest und du dich selbst stärken möchtest, dann schaue dich gerne auf meinem YouTube-Kanal oder hier auf meinem Blog um. In meinem Buch gibt es dazu auch richtig viele hilfreiche Infos und Tipps für dich. Für individuelle Tipps melde dich gerne: Ich biete individuelle Beratung und auch Coaching an. Deine Marie 🫶

 

 

Kommunikation mit verdeckten Narzissten

Souveräne Kommunikation mit verdeckten Narzissten

Gerade verdeckte Narzissten haben eine anstrengende Art zu kommunizieren. Wie genau sind ihre Kommunikationsmuster oft, mit denen sie eigene Ziele verfolgen und ihrem Umfeld Stress und mitunter auch Schaden zufügen wollen? Wir schauen uns heute einmal einige von diesen genauer an und ich habe zu jedem praktische Tipps, die du im Alltag umsetzen kannst.

Die Stimmung kippt plötzlich

Verdeckte Narzissten und Narzisstinnen (ich schreibe wie immer in der männlichen Form, da dies leichter zu lesen ist) sind extrem launisch. Häufig ändert sich ihre Stimmung plötzlich, ohne dass man sich erklären kann, warum das so ist. Selbst wenn man sie schon seit Jahren kennt. Schaut man genauer hin, erkennt man jedoch ein Muster, wann das passiert. Darauf kannst du achten. Meist geschieht es, wenn sie gekränkt sind. Da sie sehr empfindlich auf zum Beispiel Kritik reagieren, passiert das sehr schnell. Auch wenn Dinge nicht nach ihren Wünschen verlaufen, wenn sie durch andere nicht bevorzugt behandelt werden oder wenn sie nicht die Aufmerksamkeit erhalten, die sie erwarten, schlägt die Stimmung schnell um.

Ist die erstmal (wieder einmal) Stimmung schlecht, wird die Kommunikation mit Narzissten schwierig bis unmöglich, denn sie antworten entweder gar nicht oder nur mit einem „ist alles okay“, obwohl deutlich spürbar eine angespannte Atmosphäre und komische Stimmung herrscht. Besonders für Menschen, die in ihrem Umfeld aufgewachsen sind, kann das belastend sein. Denn es fällt schwer, mit der schlechten Stimmung des Gegenübers umzugehen, und oft bezieht man diese direkt auf sich, sieht eigenes Verschulden als Ursache und arbeitet sich sofort daran ab, diese zu verbessern. Eine emotionale Abgrenzung ist dann kaum möglich. Deshalb beeinträchtigen einem besonders dann die Stimmungsschwankungen von Narzissten das Leben häufig sehr stark.

Beispiel Mara

Mara traf sich mit ihrer Freundin Lisa und Kiara in einem Café. Zunächst war die Stimmung gut. Lisa redete wieder viel über sich und ihr Leben, über all das, was ihr negativ zugestoßen war, und über ihre Erkrankung (sie hatte immer etwas und stellte sich selbst dann die Diagnosen). Irgendwann kam Mara zu Wort. Sie berichtete begeistert von einer beruflichen Zusage in einer tollen Kanzlei, bei der sie als Anwältin anfangen konnte. Plötzlich wurde Lisa still, schaute kaum noch auf und antwortete nur noch einsilbig. Auf Maras Nachfrage, was  mit ihr los sei und ob es ihr gesundheitlich gut gehe, sagte sie nur leise: „Ist alles okay, macht ihr nur.“

Die Stimmung war auf einmal am Boden, und kurz darauf verabschiedete sich Lisa schnell. Mara konnte Lisa seit zwei Wochen nicht mehr erreichen und wusste nicht, warum. Sie machte sich Sorgen und kontaktierte Kiara, die jedoch sagte, dass es Lisa super gehe und sie gerade erst eine Radtour an der Müritz gemacht habe, was sie doch auch in ihrem Status zeigte. Mara konnte den nicht mehr sehen und wusste nicht, was plötzlich passiert war. Dabei war es wie immer: Lisa war neidisch auf Maras Job und Erfolg und konnte die damit verbundene Aufmerksamkeit nicht ertragen.

Meine Tipps, wenn die Stimmung plötzlich kippt

Ist die Stimmung bei Narzissten plötzlich schlecht, und du kannst dir das nicht erklären? Dann frage ruhig nach, etwa mit Sätzen wie: „Ist irgendwas? Ich habe das Gefühl, die Stimmung ist schlecht. Wollen wir über etwas reden? Können wir das klären?“ Kommt daraufhin ein „Nein, es ist nichts“ – auch in einem genervten Ton – dann akzeptiere das. Sieh es als gegeben an und erkenne an, dass du alles getan hast, um ein vermeintliches Problem zu lösen. Mehr kannst du nicht tun. Beziehe diese Stimmung nicht mehr auf dich. Konzentriere dich auf dich selbst und betrachte die Situation als gegeben, an der du nichts ändern kannst. Halte den inneren Druck, der dadurch entstehen kann, aus, das schaffst du. In meinem Buch findest du dazu auch noch viele weitere Tipps, um dich zu stärken.

Bissige Bemerkungen 

Verdeckte Narzissten sticheln gern und machen häufig bissige Bemerkungen. Manchmal bezeichnen sie dies als ihre besondere Art zu kommunizieren oder als besonders sarkastischen Humor. Dabei handelt es sich jedoch oft um passive Aggressivität. Sie korrigieren mit abwertenden Bemerkungen, wie zum Beispiel „Das hätte ich aber anders gemacht“, die oft beiläufig im Halbsatz geäußert werden und die sie auch nicht weiter erläutern. Auch werten sie mit bissigen Aussagen gezielt andere ab, etwa: „Ja, doch, interessantes Kleid, erinnert mich an meine Zeit damals im Krankenhaus.“ Als Kind narzisstischer Eltern ist man dieses Verhalten ein Leben lang gewohnt. Man erhält keine Komplimente und positive Rückmeldungen, sondern stattdessen ständig schnippisch-bissige Kommentare. Obwohl man aus Gewohnheit mitunter sogar mitlacht, schmerzen diese Bemerkungen innerlich immer wieder.

Meine Tipps bei bissigen Bemerkungen

Bei bissigen Kommentaren und Bemerkungen gibt es meiner Meinung nach verschiedene Möglichkeiten. Man kann sie ignorieren und keine Aufmerksamkeit darauf verwenden. Gerade in einer schönen Situation, die dadurch gestört und zerstört werden soll, sollte man ihnen keine Beachtung schenken. Manchmal ist es jedoch notwendig, ganz klar die eigene Grenze aufzuzeigen und deutlich Stellung zu beziehen: Hier ist eine Möglichkeit, genau nachzufragen, wie die Äußerung gemeint war und anschließend seine Grenzen klar zu formulieren. Dabei sollte man deutlich machen, dass dies für einen selbst nicht akzeptabel und auch nicht lustig ist und dass man ein solches Verhalten künftig nicht mehr toleriert. Die Reaktion darauf sollte man lernen, auszuhalten, das kann unter anderem ein langes schweigen sein oder ein Kommentar wie „dann sage ich jetzt eben gar nichts mehr!“.Auch wenn Vorwürfe folgen, man habe das Gesagte falsch verstanden sollte man klar zurückweisen. Nicht selten muss man dies auch erneut machen, wenn sich ein solches Verhalten wiederholt (passiert leider oft, den Narzissten wollen Grenzen oft immer wieder überschreiten).

Infos verschweigen, dazu dichten oder verändern 

Ein weiteres Verhalten bei Kommunikation mit verdeckten Narzissten und eine Form der bösartigen Kommunikation besteht darin, den Kommunikationsfluss zwischen anderen Menschen absichtlich zu stören. Dies geschieht auf unterschiedliche Weise, etwa indem Informationen bewusst zurückgehalten und verschwiegen werden. So entsteht der Boden für gezielte Missverständnisse zwischen Menschen, die sich sogar eigentlich gut verstehen, aber vielleicht nicht lange kenne oder sich nur selten austauschen und keinen direkten Kontakt haben . Was zu möglichen Irritationen und auch sogar Konflikten führt. Die Betroffenen können sich häufig lange Zeit nicht erklären, woran das liegt. Ein typisches Beispiel findet sich bei Geschwistern aus narzisstischen Elternhäusern, wenn die Eltern einen Keil zwischen die Geschwister treiben, indem sie bewusst Informationen verschweigen. Ähnliche Situationen treten aber auch in Bekanntschaften, Freundschaften, Cliquen, Vereinen oder am Arbeitsplatz mit Kolleginnen und Kollegen auf.

Was ist das Ziel dieses Verhaltens bei der Kommunikation mit verdeckten Narzissten

Narzissten versuchen insbesondere, gute oder entstehende Beziehungen bewusst zu stören oder deren Entstehung bereits im Keim ersticken. Oft möchten sie selbst im Mittelpunkt stehen und sind neidisch darauf, wenn andere sich gut verstehen. Sie freuen sich mitunter sogar, (negative) Kontrolle auszuüben, da ihnen dies die narzisstische Zufuhr gibt.

Meine Tipps bei Verschweigen von, dazu dichten oder verändern

Gehe davon aus, dass viele Informationen von Narzissten nicht stimmen, sowohl was ihre Person betrifft als auch das, was sie sonst erzählen. Ich sage immer, dass im Extremfall vieles vom Gesagten abzuziehen ist, dann kommst du vielleicht der Wahrheit näher. Denn Narzissten lügen oft schamlos, besonders wenn sie sich bedroht fühlen oder eigene Ziele erreichen wollen. Dessen solltest du dir immer bewusst sein, wenn narzisstische Menschen dir etwas erzählen; sei kritisch, sogar etwas kritischer als sonst. Glaube ihnen nicht immer alles sofort. Du sollst deshalb nicht paranoid sein, aber es ist wichtig, das zu beachten. Wenn sie dir etwas erzählen und dein Gefühl sagt: „Das kann doch nicht stimmen“, dann höre auf dein Bauchgefühl. Entweder überprüfst du die Informationen, die du bekommen hast, oder du fragst bei Personen nach, die Bescheid wissen oder über die etwas gesagt worden ist. Frage auch direkt nach, wenn Menschen angeblich etwas über dich gesagt haben sollen. So bekommst du Klarheit. Das hat nichts mit Misstrauen oder Illoyalität zu tun (was Narzissten oft suggerieren wollen), sondern ist wichtig, um nicht in Fallen zu geraten und negative Konsequenzen zu vermeiden oder gute Beziehungen durch sie zu verlieren oder sie gar nicht erst entstehen zu lassen. Und noch ein Tipps von mir: Besonders hellhörig solltest du immer werden, wenn von ihnen der Satz kommt: „Das bleibt aber unter uns.“

Mitleidsmaschen von verdeckten Narzissten 

Eine weitere Art in Kommunikation mit verdeckten Narzissten gibt es einen weiteren typischen Weg, insbesondere um ihre eigenen Vorteile zu erzielen. Sie versuchen, Mitleid zu erzeugen. Ich habe schon oft geschrieben, dass sie sich gerne als Opfer darstellen. Sie versuchen auf diese Weise Mitleid und Aufmerksamkeit zu bekommen. Wenn man in ihrem engen Umfeld ist, belastet einen das oft sehr. Gerade dann, wenn man ein sehr einfühlsamer, verständnisvoller und helfender Mensch ist. Manchmal setzen sie das Erzeugen von Mitleid auch in Gruppen, um Aufmerksamkeit zu erlangen und im Mittelpunkt zu stehen. Darüber hinaus aber auch, um die Stimmung zu kippen, etwa bei einem Geburtstag oder in anderen Situationen, in denen andere im Mittelpunkt stehen. Es ist dann oft kaum möglich, sie aus dem vermeintlichen Tal, in dem sie sich befinden, herauszuholen. Das Problem ist, dass sie das auch gar nicht wollen. Denn sie lieben es im bösartigen Bereich, wenn andere sich daran abarbeiten, sie zu bemitleiden und sie ihren Opfer-Status bestätigt bekommen. Häufig nutzen Narzissten dabei bewusst Fake-Geschichten ein oder dichten etwas hinzu, um das Ganze noch zu verstärken und Nachdruck zu verleihen. Dabei können sie sehr schamlos vorgehen. Sie erhoffen sich dadurch weitere Vorteile.

Beispiel Mara

Alle saßen gemütlich zusammen bei der Grillparty im Park. Ella hatte sich sehr viel Mühe gegeben. Auch die narzisstische Jenny war dabei, und es dauerte nicht lange, bis sie begann, erneut von ihrer Trennung zu erzählen und ihre dramatischen Geschichten auszupacken, in denen sie stets die Opferrolle einnahm. So erregte sie wieder die volle Aufmerksamkeit und zog alle runter. Plötzlich ging es nicht mehr um Ella, ihren Geburtstag und das was sie alles vorbereitet hatte, sondern ausschließlich um Jenny.

Kommunikation mit verdeckten Narzissten: Meine Tipps bei Mitleidsmaschen

Erkenne, dass stark narzisstische Menschen sich bewusst als Opfer inszenieren, um daraus Vorteile zu ziehen. Sie haben einen Mangel an Empathie und erzählen oft schamlos Geschichten, die häufig nicht der Wahrheit entsprechen. Dabei übertreiben sie häufig, um mehr Mitleid zu bekommen. Erkenne dieses Muster und die Masche, wie bösartig sie da sein können. Lass dich darüber nicht ausnutzen. Erkenne außerdem, dass nicht jede Geschichte, die dir erzählt wird, der Wahrheit entspricht. Traue auch verdeckten Narzissten dieses Verhalten zu, denn sie können wirklich schamlos lügen. Kommuniziere in solchen Fällen klar und deutlich. Man kann sich Dinge bis zu einem gewissen Maß anhören, doch gleichzeitig ist es wichtig, eigene Grenzen zu setzen. In besonders schönen Momenten, die sie bewusst zerstören wollen, ist es entscheidend, klare Grenzen zu ziehen und das Thema zu wechseln.

Praxistipp: Wie kann man das sagen?

Hier ein Beispiel: „Das ist wirklich traurig, was dir da passiert ist. Dann müssen wir uns noch einmal in Ruhe treffen und das besprechen, aber heute feiern wir ja den Geburtstag.“ Danach solltest du dich bewusst abwenden und nicht weiter darauf eingehen, auch wenn sie noch einmal nachlegen (machen sie gerne). Nein, dadurch bist du kein schlechter Mensch. Es ist eine gesunde Grenze, die man bei verdeckten Narzissten, die sich so verhalten, unbedingt ziehen sollte. Wenn es zu viel wird, kannst du auch auf andere verweisen, zum Beispiel auf einen Arzt, den sie konsultieren können, oder auf andere Personen, falls sie nicht aufhören, ihre Opfergeschichten zu erzählen.

Dazu passt auch mein letzter Punkt:

Bewusst tief stapeln und dadurch Komplimente erhaschen und Scheinwelt erhalten

In der Kommunikation mit verdeckten Narzissten  erzählen und betonen diese absichtlich immer wieder, was sie angeblich nicht gut können oder machen. Doch dies geschieht nur, damit ihr Umfeld das genaue Gegenteil bestätigt, auch wenn es nicht der Wahrheit entspricht und nicht auf ihre Person zutrifft. Aufgrund erklärbarer Dynamiken steigt man darauf aber ein. Man sagt ihnen, wie großartig sie, ihr Aussehen, ihr Wissen oder das was sie hören wollen. Das auch, obwohl em in der Realität überhaupt nicht so ist. Auf diese Weise unterstützt man sie aber in ihrer die eigenen Fähigkeiten klein, damit sich die Narzissten besser fühlen. Erkenne dieses Muster und beende diese Art der Kommunikation. Wenn du dazu oder zu weiteren Bereichen individuelle Tipps brauchst, dann melde dich auch immer gerne bei mir.

Video: Souveräne Kommunikation mit verdeckten Narzissten

 

Lügen narzisstischer Freunde

Lügen narzisstischer Freunde

Heute gibt es Teil 1 meiner neuen Spätsommer-Miniserie „Lügen anstrengender und narzisstischer Freunde“ (1/6):

🆕 Neue Spätsommmer-Miniserie „Narzisstische und anstrengende Freunde und Freundinnen“

Dieses Mal geht es in meiner neuen Spätsommer-Miniserie um narzisstische Freundinnen und Freunde: Wie verhalten sich narzisstische Freunde im Alltag? Wie können sie einem manchmal schaden, und warum erkennt man das oft erst so spät? Was kann man tun, um dies schneller zu erkennen und seine Grenzen klar zu setzen? Wie schafft man es, keine anstrengenden und stark narzisstischen Freunde im engen Umfeld zu haben? Dazu habe ich sechs Kurzvideos mit vielen Informationen und praktischen Tipps für dich.

Wenn du mehr zum Thema Narzissmus und Freundschaft wissen möchtest und du dich selbst stärken möchtest, dann schaue dich gerne auf meinem YouTube-Kanal oder hier auf meinem Blog um. In meinem Buch gibt es dazu auch richtig viele hilfreiche Infos und Tipps für dich. Für individuelle Tipps melde dich gerne: Ich biete individuelle Beratung und auch Coaching an. Deine Marie 🫶

Online-Workshop Narzissmus

Online-Workshop Narzissmus: jetzt anmelden

Mein nächster Online-Workshop in Kooperation mit der AH Akademie Heidelberg findet im Oktober statt.

Das sind die Themen:

✓ Merkmale und typische Verhaltensweisen schwieriger und stark narzisstischer Menschen im Arbeitsalltag erkennen

✓ Dynamiken verstehen und nachvollziehen, warum und wie man sich von diesen Personen verunsichern lässt

✓ Eigenen Selbstwert stärken, klare Grenzen setzen und psychischen Stress reduzieren

✓ Zahlreiche praktische Beispiele sowie hilfreiche Tipps für den Berufsalltag erhalten

✓ Der Workshop hat den Schwerpunkt auf dem Bereich Gesundheitswesen / Healthcare. Eine Teilnahme aus anderen Branchen ist ebenfalls problemlos möglich.

 

ⓘ Daten, Informationen und Anmeldung

📅 20.10.2026

🕒 9:00–16:30 Uhr

💻 Online-Workshop

📍 Informationen und Buchung auf der Website der Akademie Heidelberg

Neue Termine 2027 in Kürze auf auf meinem Blog verfügbar.

Ich freue mich auf deine Teilnehme, bei Rückfragen melde dich immer gerne bei mir. Bis spätestens nächsten Samstag 🫶 Marie

Stress durch narzisstisches Elternhaus

Stress durch narzisstisches Elternhaus

Als Kind und Jugendlicher ist man häufig zahlreichen ungesunden Dynamiken und Stresssituationen ausgesetzt, wenn man in einem stark narzisstischen oder anderweitig ungesunden Elternhaus aufwächst. Diese Erfahrungen wirken sich oft auch auf das spätere Leben aus. Warum machen narzisstische Eltern das oft? Wie zeigt sich das häufig und was sind Auswirkungen als Erwachsener? Ich habe Infos, viele Beispiele und praktische Tipps für dich:

Dynamiken in narzisstischen Elternhäusern

Ständig komische Bemerkungen und Abwertungen

Wächst man in einem stark narzisstischen oder toxischen Elternhaus auf, werden vermeintliche Fehler ständig gesucht. Das verursacht Stress, wenn man nur so bombardiert wird und nie etwas Nettes und ernst gemeinte, ehrliche Komplimente zu hören bekommt. Man wird dadurch leider oft selbst zum eigenen kritischen Fehlersucher und entwickelt eine extrem strenge Haltung sich selbst gegenüber. Das beginnt bereits im Kindesalter und setzt sich im Erwachsenenalter oft fort.

Beispiel Caro und ihre narzisstische Mutter

„Caro, unsere Superschlaue, wo hast du diesen Quatsch nur wieder her? Sie glaubt immer, dass sie es besser weiß – unsere wandelnde KI, haha.“ 
Wieder einmal machte ihre Mutter sie total lächerlich. Sie hatten ein kleines Sommerfest mit der Baugruppe, und Caro hatte etwas zum Thema Yoga und dessen Wirkung gesagt, worüber sie sich wirklich gut auskannte. Doch ihre eigene Mutter begann nun, sie vor allen ins Lächerliche zu ziehen, obwohl Caro ihren ganzen Mut zusammengenommen hatte. Denn sie hatte enorme Probleme vor größeren Gruppen etwas beizutragen, weil sie noch heute als Erwachsene total unsicher war. So wie früher und besonders auch, wenn ihre Mutter dabei war.

Auslacht und vorgeführt

Als Tochter oder Sohn einer narzisstischen Mutter oder eines narzisstischen Vaters wurde man früher immer wieder ausgelacht und vorgeführt, weil man etwas nicht wusste oder kannte, was man aber auch in dem Momente nicht konnte. Doch selbst wenn man etwas sehr gut und genau wusste, wurde man belächelt. Als Erwachsener lässt man sich deshalb, auch wenn man fest im Leben steht, oft sehr schnell verunsichern. Selbst dann, wenn man mit seinem Wissen völlig richtig liegt oder großartige Ideen hat.

Beispiel Valentin

„Enttäuschung“: So hatte Valentins narzisstischer Chef ihn bezeichnet. Jetzt saß er in seiner Wohnung in München und fühlte sich total niedergeschlagen. Auch sein Vater nannte ihn immer so: „Du bist eine Enttäuschung.“  seinem er ein Kind war begleiteten ihn diese bösen Worte. Die kamen ihm jetzt wieder in den Sinn. Genau das war er, auch im Job und er kam es wieder einmal scheinbar belegt. Er musste noch mehr leisten, obwohl er bereits deutlich mehr tat als andere und kurz vor dem Burnout stand. Dennoch reichte es scheinbar einfach nicht. ER war einfach nie gut und nie genug. 


Gaslighting

Immer wieder geschah es schon in der Kindheit: Dinge verschwanden plötzlich oder gingen urplötzlich kaputt, besonders solche, die man richtig gern mochte. Oder es wurde immer geleugnet, dass etwas von den narzisstischen Eltern zugesagt worden war, auf das man sich so sehr gefreut hatte. Als Kind fühlte man sich deshalb oft äußerst unsicher, glaubte jedoch lange, sich selbst zu täuschen, und suchte die Ursache dafür und die Fehler bei sich. Dabei manipulieren bösartige narzisstische Eltern ihre Kinder absichtlich. Diese starke Neigung zur Selbstreflexion hält mitunter bis ins Erwachsenenalter an und bietet Narzissten sowie toxischen Menschen immer wieder die Möglichkeit, einen selbst zu verunsichern.

Beispiel Leo erinnert sich an früher

Es schoss Leon diese Situation von früher in den Kopf, bei dem sein Vater wieder einmal eine Zusage leugnete. „Papa, du hast doch gesagt, dass du mich am Wochenende wegen des Zeltens zu Patrick in die Laube nach Bestensee fahren würdest.“ „Wie kommst du denn darauf?“ fragte sein Vater. „Das habe ICH nie gesagt. Ich weiß noch nicht, ob ich das schaffe, die Fahrt aus Pankow ist wirklich lang ich denke nicht“. Leon war ganz geschockt, denn sein Vater hatte es ihm doch versprochen. Er hatte sogar gesagt, dass es ihm gut passt. Jetzt wusste sein Vater plötzlich von nichts mehr, und Leon wusste nicht einmal, ob er überhaupt mit zum Zelten konnte. Dabei wartete Patrick doch auf ihn. Bei Leon hinterließ das tiefe Spuren, denn das passierte oft. Häufig fragte er sich bei Missverständnissen immer erst einmal ob es an ihm lag. Für Narzissten in seinem Umfeld war das leider ein gefundenes Fressen ihn zu verunsichern. 

Sabotieren und  Streit vom Zaun brechen 

Narzisstische Eltern provozieren absichtlich Streit und Pseudokonflikte mit ihren Töchtern und Söhne, um anschließend bestrafen zu können. Das geht tief unter die Haut und verursacht Stress bei ihren Kindern und das wissen sie. Strafen, die aus solchen Konflikten entstehen, sind oft unangemessen. Zum Beispiel Stubenarrest wegen einer Kleinigkeit, gerade als man übers Wochenende mit der Freundin und den Eltern verreisen wollte. Man darf nicht mit zur Lieblingspatentante, auf deren Besuch man sich lange gefreut hatte. Die Angst vor Konflikten und vor allem den Auswirkungen beginnt so schon früh im Kindesalter und auch als Erwachsener fürchtet man im Extremfall als Auswirkung dieser Erlebnisse jedes Mal extreme Konsequenzen nach einem Streit.

Warum machen narzisstische Eltern das? 

Narzisstische Eltern zeigen oft wenig Empathie und empfinden im bösartigen Bereich sogar Freude daran, ihr eigenes Kind regelmäßig zu verunsichern. Sie möchten nicht, dass ihre Tochter oder ihr Sohn glücklich und selbstsicher ist. Zudem sind sie der Ansicht, die Macht über ihre Kinder zu besitzen, und betrachten ungesundes Verhalten wie Beschämungen und Angst als wirksame Mittel dafür. Indem sie das Kind abwerten, stärken sie ihren eigenen Selbstwert.


Auswirkungen von Stress in einem narzisstischen Elternhaus 

Man kennt es nicht anders, als dass Menschen komische Bemerkungen machen, und akzeptiert das. Zudem fehlt einem oft das Set an Möglichkeiten, um klare Grenzen zu setzen. Man lässt sich schlecht behandeln und setzt keine Grenzen. Als Kind konnte man es nicht, und später akzeptiert man es, dass andere sich über einen selbst lustig machen. Auch dann, wenn das oft schmerzhaft ist. Hinzu kommt ein weiterer Punkt: Man ist sehr unsicher in dem, was man tut, und denkt oft, dass man anderen Menschen peinlich ist. Dabei ist dem nicht so, ganz im Gegenteil.

Das Gaslighting durch narzisstische Eltern führt zu einer starken Verunsicherung, auch in der eigenen Wahrnehmung. Man vertraut so oft auch später den falschen Menschen und hält es nicht für möglich, dass diese lügen. Dieses Muster ist ungesund, denn man setzt auch hier leider häufig keine klaren Grenzen.

Als Kind geht immer etwas schief, und man wird jedes Mal beschuldigt, die Ursache aller Probleme zu sein. Oft merkt man lange nicht, dass Missgeschicke und Missverständnisse immer bei den eigenen selbst passieren und dass Narzissten diese sogar absichtlich fokussieren. Hinzu kommen Streits aus dem Nichts, die einen als Kind und Jugendlicher stressen, weil man stets mit den schlimmsten Wutausbrüchen und Konsequenzen rechnen musste (denn man war automatisch immer schuld). Deshalb ist man ständig in Habachtstellung vielleicht sogar heute noch als Erwachsenere Tochter oder Sohn.

Stress durch ein narzisstisches Elternhaus: Das sind meine Tipps 

Ich finde das Allerwichtigste: selbst zu erkennen, was man durchgemacht hat, und sich keine Vorwürfe zu machen. Viel Verständnis für die frühere Situation zu haben und Gedanken wie „Nun stell dich nicht so an!“ abzustellen und wegzuschicken. Zudem sollte man sich die Zeit nehmen, die man braucht, denn das ist individuell und kann mitunter auch sehr lange dauern. Was ich auch wichtig finde: ein förderliches Umfeld wi gute Freunde suchen und andere Menschen schrittweise aussortieren. (Das kann man lernen) Wichtig sind Freunde, die Verständnis haben und nicht solche, die alles relativieren (so wie es die narzisstischen Eltern tun oder getan haben). Bei individuelle Tipps melde dich auch immer gerne, wenn du magst.  

Lerne zudem, Abwertungen zu erkennen, und setze klare Grenzen. Wie geht das? Gib ein sachliches Feedback. Zum Beispiel: „Wie hast du das gemeint?“ oder „Ich möchte nicht, dass du so mit mir redest, das fand ich nicht in Ordnung.“ Alternativ kann auch mit etwas Abstand ein Gespräch mit einer klaren Position gesucht werden: „Ich fand es nicht okay, wie du mit mir gesprochen hast.“ Bleib ruhig und deutlich, auch das lässt sich lernen. Rechne mit Reaktionen wie Schweigen oder Lautwerden von Narzissten und halte diese aus. Gesunde Menschen reflektieren ihr Verhalten und entschuldigen sich dafür.

Auslachen und Belächeln

Das solltest du als das betrachten, was es ist: kindisches Verhalten. Lass dich davon nicht verunsichern. Sie äffen einen nach und machen das, was du sagst, lächerlich. Oft tun sie das, wenn man spontan, fröhlich und glücklich ist, insbesondere auch im Umgang mit anderen Menschen, denn darauf sind sie neidisch, das können sie oft selbst nicht. Lass dich davon nicht ärgern oder deine Freunde dadurch verderben. Sage auch in solchen Situationen ganz klar „nein“ dazu. Wenn man sich bei dem, was man tut, oft sehr unsicher fühlt, denkt man nicht selten, dass man anderen Menschen peinlich ist. Gerade dann, wenn man aus einem toxischen Elternhaus kommt ist das ein verinnerlichtes Muster. Denn leider sagen und suggerieren Narzissten einem das häufig. Funfact dazu: Ihr Verhalten ist oft selbst zum Fremdschämen, was sie aber nicht merken.
Was ich dir dazu unbedingt sagen möchte: Du bist gut, so wie du bist, und keineswegs peinlich. Narzissten möchten dich hier absichtlich verunsichern, erkenne das. Sieh stattdessen einmal Folgendes: Häufig betrifft das genau die Bereiche, in denen man besonders gut, begabt und positiv ist. Diese Stärken stammen oft sogar aus der Kindheit und sollten klein gehalten werden und oft wurden sie das dann leider auch. Aber diese unterdrückten Stärken und Leidenschaften können sich wieder durchsetzen und neu aufblühen. Dafür muss man aber lernen diese zu schützen, damit sie sich entwickeln können. Erlerne daher eine klare Haltung: Kommen Aussagen, wie „Das war peinlich, als du …“, dann lehne Kritik ganz klar ab: „Peinlich? Nein, das war ich nicht.“

Sabotieren und Streit anzetteln,

um dem Gegenüber die Schuld zu geben und es zu bestrafen, ist eine gängige Masche von Narzissten. Das Muster zu erkennen, kann lange dauern, aber es ist wichtig, dies klarer zu sehen. Oft, wenn man aus einem toxischen Elternhaus kommt, kennt bei Narzissten nur ungesunde Streits: Das Drama zu Beginn und im Verlauf sowie dann auch am Ende die bereits beschriebenen oft krassen Konsequenzen. Ich habe dazu bereits viel veröffentlicht und es ist auch Thema in meinem aktuellen Buch. Erkenne zunächst ungesunde Muster im Hinblick auf Konflikte mit den Eltern in der Kindheit und auch, was das als Kind mit einem gemacht hat. Beschäftige dich einmal ausführlich mit dem Thema, nimm dir die Zeit, es lohnt sich. Erkenne auch, dass der toxische Verlauf dieser Streits nicht ursächlich an dir lag und auch liegt, Narzissten mögen und fokussieren diese Abläufe. Aber gesunde Menschen wollen keine dramatischen und scheinbar unlösbaren Konflikte. Setze bei Streits mit Narzissten deshalb schon ganz früh klare Grenzen und lasse dich nicht in ungesunde Muster verwickeln.

Stress durch narzisstisches Elternhaus: Das Video

Männlicher Narzissmus: Das sind Anzeichen

Männlicher Narzissmus: Das sind Anzeichen #toxischemännlichkeit

Sie wollen ständig im Mittelpunkt stehen und laut oder sie zeigen sich nach außen als extrem aufopfernd und lieber Partner und Vater. Narzisstische Männer wollen oft ein bestimmtes Bild von sich im engen Umfeld und der Öffentlichkeit kreieren. Leider sieht es hinter den Kulissen oft ganz anders aus. Ich habe hier einige Beispiele für dich:

 

Realitätscheck Narzissmus

Realitätscheck Narzissmus

Narzissten und Narzisstinnen lieben bestimmte Images, die sie oft mit aller Kraft versuchen aufzubauen. Häufig sind es genau die Bereiche, in denen sie bei genauer Betrachtung  gegensätzlich sind, auf die sie sich da ganz besonders konzentrieren. Man selbst kann darauf hereinfallen und sich blenden lassen, gerade in der Liebe ist das sehr gefährlich, aber auch sonst kann es belastend sein. Deshalb machen wir heute gemeinsam den „Realitätcheck“. Ich habe hier einmal vier Punkte für dich zusammengestellt, die dir helfen sollen, das Verhalten schneller zu erkennen und anschließend klare Grenzen setzen zu können.

Extrem emphatisch und Hochsensibel vs. emotional missbräuchlich und unsensibel, kaum Empathie

Narzissten (ich schreibe in der männlichen Person, das ist leichter zu lesen) präsentieren sich nach außen als angeblich hochsensible Personen. Sie wollen dadurch auch eine besondere Behandlung von ihrem Umfeld. Zudem erwähnen sie es wirklich unermüdlich, offensichtlich oder unterschwellig durch Bemerkungen. Im Extremfall (das ist oft bei offenen Narzissten der Fall) vermarkten sie dies in der Öffentlichkeit: Sie schreiben darüber, sie posten in den sozialen Medien, haben Podcasts und erzählen dort stundenlang nur über sich und auch, wie belastet sie dadurch sind, sich immer und überall von anderen getriggert zu fühlen. Sie suchen manchmal auch den Auftritt, um das zu untermalen, und weinen in der Öffentlichkeit. Zudem klagen sie die zunehmende Unsensibilität der Gesellschaft an, die sie so belastet.

Aber wenn man sich ihr Leben anschaut, sieht es ganz anders aus. Gerade im engen Umfeld bekommt man genau das Gegenteil zu spüren. Narzissten sind ausnutzend und haben wenig Verständnis für ihr Gegenüber. Besonders empfindlich sind sie, wenn es nicht nach ihren Vorstellungen läuft oder ihnen ein Feedback nicht gefällt. Ist dir schon einmal aufgefallen, dass Narzissten sogar extrem schnell kränkbar sind? Das ist meiner Meinung das, was sie selbst als „hochsensibel“ bezeichnen (das wollen sie aber nicht hören). Besonders auch die enge Familie kennt das totale Gegenteil ihrer angeblichen extrem ausgeprägten Sensibilität: Kinder werden zu Hause sehr grob behandelt, abgewertet oder sogar beschimpft. Narzisstische Mütter und Väter werden mitunter körperlich gewalttätig und haben kein Verständnis für sie, Mitleid bekommen sie auch nicht. Für Kinder ist diese Situation extrem belastend, ist das Image der Mutter oder des Vaters nach außen doch ganz anders, als sie es selbst erleben.

Beispiel narzisstische Mutter Rike 

Nach außen inszeniert sich Rike als extrem empathisch und hochsensibel, spricht ständig über Gefühle, postet endlos darüber und weint demonstrativ immer wieder in der Öffentlichkeit. Doch hinter verschlossenen Türen erleben ihre Kinder und ihr enges Umfeld etwas ganz anderes: emotionale Kälte, Unsensibilität und missbräuchliches Verhalten. Rike ist abwertend und wird ihren Kindern gegenüber sogar regelmäßig körperlich übergriffig. Dabei ist sie Leiterin der Kita. Auch ihre enge Freundin Lisa ist immer wieder geschockt, wie böse und hinterhältig Rike über andere redet und nur ihren Vorteil erzielen will. Während Rike nach außen das Bild der verletzlichen, tief fühlenden Person immer stärker fokussiert, wundern sich die Menschen, die sie länger kennen, immer mehr darüber, wie viel Fake das alles ist.

Realitätscheck Narzissmus: Wunschimage Charakterkopf und zynisch vs. muffig und abwertend

Narzissten mögen es manchmal auch, als Charakterköpfe, ruppig, zynisch und ungehobelt zu gelten. Unter dem Deckmantel „eben so zu sein“ machen sie abwertende Sprüche nach dem Motto, das ist „die Wahrheit“ oder ein typischer „Scherz“. Schaut man sich das Verhalten aber genauer an, sind sie oft muffig, miesepetrig, abwertend und anstrengend. Damit ziehen sie auch ihr Umfeld mit herunter. Dieses Verhalten zeigt sich besonders bei verdeckten Narzissten.

Der muffige Pedro

Alle saßen beim Grillen zusammen, Pedro war auch eingeladen. Wieder einmal machte er den ganzen Abend abwertende Sprüche über Personen und das Essen. Alle kannten das schon, aber trotzdem wurde er immer anstrengender mit ihm, und sein Verhalten zog so die Laune runter. Seine Frau hatte sich deshalb jetzt auch schon von ihm getrennt, denn er war dort zu Hause sogar noch mieser und abwertender zu ihr gewesen.

Wunschimage: Großartige und perfekte Eltern vs. abwertende Albtraumeltern 

Narzissten lieben das Image, großartige und perfekte Eltern zu sein, oft auch die Vorzeigefamilie. Dabei nutzen sie wirklich jede Gelegenheit, dieses zu untermalen: Bei der Außendarstellung über Social Media oder wenn sie über die Familie erzählen. Im Extremfall sind sie sogar im Kinderbereich engagiert oder sie feiern sich als scheinbar absolut traumhafte Großfamilie wie aus einem Bilderbuch. Sie betonen häufig bei jeder Gelegenheit, was sie alles (angeblich) für die Familie tun und wie wichtig diese für sie ist (nach dem Motto: Familie ist mein Leben!). Überall sind Familienfotos, auf dem Handy, aber auch das Haus ist voller Bilder. In der Schule wird sich besonders engagiert, so dass es auch ihrer Sicht doch gar keinen Zweifel geben kann, wie sehr sie sich einsetzen und wie großartig sie als Eltern sind.

Die Realität ist leider oft ganz anders. Narzisstische Eltern sind abwertend und missbräuchlich. Hinter verschlossenen Türen lassen sie sich von ihren Kindern bedienen, diese werden abgewertet, sind als Tochter oder Sohn nie gut genug. Die größte Sorge der Eltern ist es, dass eines der Kinder das Außenbild gefährden könnte. Wenn dich das Thema narzisstisches Elternhaus interessiert, dann kann ich dir dazu auch mein aktuelles Buch ans Herz legen.

Wunschimage: Ich bin ein nettes „A*loch“ vs. sie sind abwertend und ausnutzend

Es gibt Narzissten, die unfassbar stolz sind, Narzissten zu sein, das habe ich schon oft geschrieben. Wenn es dann noch ganz besonders skurril wird, vermarkten sie das auch noch. Nach dem Motto „netter Unsympath“, „sympathischer Stinkstiefel“ oder „freundlicher Kotzbrocken“. Das Ganze ist ein Widerspruch in sich, aber das machen Narzissten oft. Denn damit wollen sie ein Image schaffen, sich zu verhalten wie ein Idiot, aber eben doch einen neuen Kern zu haben. Den man allerdings lange suchen kann und gerade im engen Umfeld eher selten bis nie findet. Fun Fact: besonders andere Narzissten feiern so ein Verhalten und bejubeln sie dafür, sich so zu präsentieren.

Realitätscheck Narzissmus: Die Realität sieht ganz anders aus.

Sie sind oft überhaupt nicht nett. Sie haben vielleicht, so wie jeder Mensch, auch eine ganz, ganz kleine nette Ecke. Bei ihnen ist das eher immer die gleiche Masche, nett zu wirken: Denn bei genauem Hinsehen erzählen immer die gleichen Geschichten, um zu zeigen, wie freundlich sie angeblich doch sein können. Das machen sie aber nur, um ein wenig nett zu wirken. Aber achte mal darauf: Diese sind alle antrainiert und immer gleich. Eine weitere Masche, das Image des netten A*lochs zu pflegen: Sie schleimen sich mit Komplimenten beim Gegenüber ein, um diese angebliche Freundlichkeit, die sie doch auch haben, zu betonen. Aber auch das ist drüber und extrem cringe, nicht selten auch zum Fremdschämen. Komplimente sind doch eher Sticheleien, und man merkt, dass das alles nicht ernst und authentisch ist. Narzissten denken aber, dass sie dadurch doch irgendwie nett wirken und wollen sich eine vermeintliche Tür beim Gegenüber offenhalten. Diese angebliche Freundlichkeit und Nettigkeiten sind oft aber nur dafür da, eigene Ziele zu erreichen. Denn die Kinder und auch das enge Umfeld wie Kollegen oder Freunde würden anders berichten. Denn besonders hinter den Kulissen bei der Familie sind diese angeblich netten Narzissten besonders bösartig und abwertend.

Beispiel narzisstischer Thomas

„Haha“, lachte der Vater von Jonas bei seinem Social-Media-Auftritt. „Ja, ich bin der nette Unsympath. Denn hinter meiner rauen Schale, da ist ein ganz weicher Kern. Das sehen Sie ja auch bei meinem Engagement, das Soziale ist wichtig. Das haben wir ja gemeinsam, was uns unterscheidet, ist, dass Sie dazu noch dieses besonders gute Aussehen haben.“ Jonas schüttelte den Kopf, was für ein Blödsinn. Sein Vater war ein Tyrann. Er war zu Hause so oft ausgeflippt, handgreiflich gewesen und abwertend. Nie hat er ihn gelobt oder auch mal in den Arm genommen. Er hat sich nicht für ihn interessiert. Aber nach außen stellte er sich als der zynische, aber doch engagierte und nette Ekel dar, bei dem es hinter der rauen Schale den sensiblen Kern und charmanten gab. Dabei machte er oft diese Komplimente, die zum Fremdschämen und oft auch sexistisch waren. Sein Vater liebte es in dem Zusammenhang auch immer unermüdlich, sein angebliches Engagement im sozialen Bereich zu betonen, denn er hatte eine Stiftung gegründet, zynischerweise im Bereich Kinderschutz.

Realitätscheck Narzissmus: Das Video

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