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Autor: Marie

Hi, ich bin Marie, eine sport- und reisebegeisterte Expertin für das Thema Narzissmus. Mit langjähriger Erfahrung als Bloggerin und mittlerweile über insgesamt 400 Artikeln schreibe ich hier seit 2016 jeden Samstag zu den Themen Narzissmus, psychische Gesundheit, Psychologie und gesunder Selbstwert. Seit 2016 betreibe ich zudem mit viel Herzblut und Leidenschaft meinen YouTube-Kanal »Narzissmus verstehen«, der mittlerweile über 60.000 organisch gewachsene Follower hat. Darüber hinaus bin ich Autorin des Ratgebers „Die Maschen der Narzissten“, der in der fünften Auflage beim Gräfe und Unzer (GU) Verlag erschienen ist. Zudem biete ich professionelle Beratung und auch Coaching an. Gemeinsam mit meinem Kooperationspartner der Akademie Heidelberg biete ich regelmäßige Online-Workshops zum Thema "Narzissmus im Job" an. Alle Inhalte meines Blogs und meiner weiteren Plattformen sind urheberrechtlich geschützt. 🫶 Marie
Narzisstische Freunden Grenzen setzen

Narzisstische Freunden Grenzen setzen

Wie kann man narzisstischen Freundinnen und Freunden seine Grenzen setzen? Ich habe Infos und Tipps für dich:

Neue Miniserie „Narzisstische und anstrengende Freunde“ Dieses Mal geht es in meiner neuen Spätsommer-Miniserie um narzisstische Freunde: Wie verhalten sich narzisstische Freunde im Alltag? Wie können sie einem manchmal schaden, und warum erkennt man das oft erst so spät? Was kann man tun, um dies schneller zu erkennen und seine Grenzen klar zu setzen? Wie schafft man es, keine anstrengenden und stark narzisstischen Menschen im engen Umfeld zu haben? Dazu habe ich sechs Videos mit vielen Informationen und praktischen Tipps für dich.

Narzisstische Freunde loswerden

Narzisstische Freunde loswerden

Wie sortiert man ungesunde und stark narzisstische Freunde aus und behält die, die einem guttun? Ich habe Infos und praktische Tipps für dich:

🆕  Neue Miniserie „Narzisstische und anstrengende Freunde“

Dieses Mal geht es in meiner neuen Spätsommer-Miniserie um narzisstische Freunde: Wie verhalten sich narzisstische Freunde im Alltag? Wie können sie einem manchmal schaden, und warum erkennt man das oft erst so spät? Was kann man tun, um dies schneller zu erkennen und seine Grenzen klar zu setzen? Wie schafft man es, keine anstrengenden und stark narzisstischen Menschen im engen Umfeld zu haben? 

Dazu habe ich sechs Videos mit vielen Informationen und praktischen Tipps für dich.

Mentale Gesundheit stärken nach narzisstischem Umfeld

Mentale Gesundheit stärken nach narzisstischem Umfeld

Emotionale Erpressung, keine Empathie und fehlender Support: Ein narzisstisches Umfeld kann belastend sein. Sowohl wenn man darin lebt, aber auch, wenn man es bereits verlassen hat. Was sind Punkte, die sich negativ auf die eigene psychische Gesundheit auswirken können? Sowohl dann, wenn man ein narzisstisches, ungesundes Verhalten in der Vergangenheit erfahren hat oder man sich noch immer in einem solchen Umfeld befindet. Ich habe drei Punkte, deren Auswirkungen und meine Shorttipps, wie du dich selbst stärken kannst, zusammengestellt:

Emotionales Triggern und emotionale Manipulation 

Wie ich es schon oft beschrieben habe, versuchen Narzissten und Narzisstinnen (ich schreibe in der männlichen Form, das ist leichter zu lesen), emotional zu triggern. Das mit fatalen Auswirkungen auf das mentale Wohlbefinden. Da gibt es die emotionale Erpressung über Angst und extreme Pflichtgefühle, die narzisstische Eltern bei ihren Kindern immer wieder absichtlich auslösen können. Auch langes Schweigen, das Drohen mit Trennung in toxischen Beziehungen und passiv-aggressives Verhalten führt zu emotionalem Dauerstress. Hinzu kommen Schuldzuweisungen und das Gefühl, selbst nicht richtig und gut genug zu sein. Denn es gibt von einem narzisstischen Umfeld negatives Feedback für eigentlich fast alles.


Beispiel Imke und ihre narzisstische Mutter

Imkes Handy klingelte wieder, ihr Vater war dran. „Imke, wie geht es dir, sag mal, ich glaube, deine Mutter freut sich, wenn du wieder kommst. Du weißt ja, ihr Zucker und dann die Osteoporose und die Hüfte. Der Garten, es ist doch alles sehr viel.“ Imke hasste es. Immer dieses schlechte Gewissen und dann dieses Pflichtgefühl, das sofort hochkam. Wie schon früher, immer kümmerte sie sich um ihre Mutter, weil sie ständig was hatte. Imke machte das Stress, im Kopf, aber auch zeitlich im Leben, es war so anstrengend. Sie war so kaputt, alles schmerzte, und sie mochte manchmal morgens nicht aufstehen.

Mangel an Empathie 

Es gibt in einem narzisstischen Umfeld oft einen Mangel an Empathie. Da gab es kein Einfühlungsvermögen der Eltern früher, man wurde mit harter Hand erzogen. Es gab emotionale und auch im Extremfall körperliche Gewalt. Zudem auch kein Mitgefühl und keinen Fürsprecher bei schlimmen und belastenden Situationen. Im Gegenteil, man spürte, dass sich das narzisstische Umfeld insgeheim sogar freute, wenn es einem selbst schlecht ging. Zudem erlebt man auch das Belächeln von Leistungen und von sich selbst. Das Abwerten über Auslachen und Bloßstellen auch vor anderen kennt man aus der Kindheit, es wurde einem ständig das Gefühl gegeben, peinlich zu sein. Ein Gefühl, das sich in der ungesunden Partnerschaft fortgesetzt hat oder noch immer fortsetzt.

Beispiel Jonas und Ayla

Jonas lag wach im Hotelbett neben Ayla. Sie waren gemeinsam im Kurzurlaub und hatten dort ein Paar an der Bar kennengelernt. Als Ayla mehrere Cocktails hatte, begann sie wieder so ätzend zu werden und alles zu belächeln, was Jonas sagte und tat. Sie fing an, unangenehme Stories zu erzählen, auch über seine Mutter. Es war so verletzend für ihn, aber Ayla fand das normal und lustig.

Ständig auf das narzisstische Umfeld fokussiert

Zudem befindet man sich in einem dauerhaften emotionalen Stress, war oder ist noch immer ständig auf das narzisstische Umfeld fokussiert und versucht, mitunter  schon als Kind, dessen Forderungen, Wünsche sowie vermeintliche Bedürfnisse zu erfüllen. (Aber trotzdem macht man scheinbar nichts richtig.)

Was macht das mit einem? 


Es ist, wie bereits erwähnt, ein emotionaler Dauerstress: Selbstzweifel steigen extrem, gerade dann, wenn man ständig angezweifelt und belächelt wird und nie das Gefühl hat, liebenswert zu sein. Der Selbstwert kann sich nicht entwickeln bzw. wird ständig weniger und immer wieder negativ beeinflusst. Das Problem ist oft: Man glaubt sehr lange, das Verhalten ist normal, und man hat nichts anderes verdient. Das, obwohl man sich nicht gut anfühlt. Man weiß nicht, was man selbst will und wer man ist, weil man sich nur auf das narzisstische Umfeld und seine Bedürfnisse fokussiert (hat). Man ist aufgrund der emotionalen, aber auch körperlichen Anspannung und Belastung ausgelaugt und innerlich leer: Es kann zu Depressionen und Süchten kommen. Die Performance auf der Arbeit kann sinken, in der Schule und später dem Job, das sagt auch eine aktuelle Studie. Denn auch diese bestätigt, dass psychische Gesundheit und Produktivität eng miteinander verwoben sind. Denn eine schlechte psychische Gesundheit – zum Beispiel in Form von Depressionen, Angstzuständen oder Burnout – kann die Motivation und die Arbeitsleistung stark verringern und gleichzeitig den Stress erhöhen. Mit schwerwiegenden Folgen für deinen selbst und auch die Beziehungen zu anderen. Dauerhafte Schlafstörungen beeinflussen die Ausgeglichenheit, das zeigt auch die Sleep is health Studie.

Mentale Gesundheit stärken nach narzisstischem Umfeld: Meine drei Short-Tipps für dich

Erkenne was du miterleben musstest als Kind 

Versuche dir ein klareres Bild zu machen, das kann sehr schmerzhaft sein, aber es bringt (wichtige) Klarheit. Zudem auch mehr Verständnis für dich und deine Situation. Solltest du dieses noch nicht  haben, dann ist es auch wichtig das zu lernen. Denn Narzissten was ich beobachtet habe: Narzissten haben zu viel Selbstmitleid aber Komplementärnarzsisten (das ist kein ausgeprägter Narzissmus, sondern das Gegenteil) oft viel zu wenig davon und auch Nachsicht mit sich. Es ist wichtig zu sehen, welchem Stress du ausgesetzt gewesen bist.

Ordne mögliche Auswirkungen auf dein aktuelles Leben ein 

Die Auswirkungen können vielfältig sein und sind abhängig von der eigenen psychischen Verfassung undRolle. Aber auch dem Maß an Narzissmus im engen Umfeld und ebenso auch, was man für externen Support mitunter hatte. Man kann viel zu unterstützend für andere sein, zu helfend und leichtgläubig. Zudem auch Unsicherheiten haben und nicht wissen, wegen ständiger Selbstzweifel, wie viele großartige Dinge man alle kann. Eine andere häufige Auswirkung: Man weiß nicht, wer man ist. Ich habe unzählige Veröffentlichungen dazu, schau dich gerne einmal um. Wenn du individuelle Fragen hast, dann melde dich auch immer gerne.

Lerne gesunde Beziehungen 

Ein Partner, der bedingungslos hinter einem steht, einen fördert in seiner eigenen Entwicklung, Grenzen einhält und eigene Wünsche akzeptiert. Eine Beziehung, in der es gesunde Konflikte gibt. Wo Kommunikation auf Augenhöhe gelebt wird und ein gesunder, wertschätzender Humor. Das alles ist wichtig um ein glückliches Leben zu führen. Versuche zu lernen, was gesunde Beziehungen ausmacht und lasse nur diese auch in dein enges Umfeld. Suche dir zudem auch ein wertschätzendes berufliches Umfeld. Deshalb noch ein letzter Tipp:

Wähle ein gesundes Umfeld aus

Erkenne rote Fahnen, werde dann aufmerksam und beginne, deine Grenzen zu setzen (wenn du das noch nicht so gut kannst, dann versuche, schrittweise zu lernen). Das ist u. a. auch Thema in meinem aktuellen Buch. 

Video Mentale Gesundheit stärken nach narzisstischem Umfeld

Ausnutzendes Verhalten narzisstischer Freunde und Freundinnen erkennen

Ausnutzendes Verhalten narzisstischer Freunde und Freundinnen erkennen

Narzisstische Freunde können sehr ausnutzend sein. Wie zeigt sich ihr Verhalten häufig, warum handeln sie so, und welche Tipps gibt es im Umgang mit ihnen?

🆕  Neue Miniserie „Narzisstische und anstrengende Freunde“

Dieses Mal geht es in meiner neuen Spätsommer-Miniserie um narzisstische Freunde: Wie verhalten sich narzisstische Freunde im Alltag? Wie können sie einem manchmal schaden, und warum erkennt man das oft erst so spät? Was kann man tun, um dies schneller zu erkennen und seine Grenzen klar zu setzen? Wie schafft man es, keine anstrengenden und stark narzisstischen Menschen im engen Umfeld zu haben? 

Dazu habe ich sechs Videos mit vielen Informationen und praktischen Tipps für dich.

Workshop „Narzissmus im Job“ im Oktober

Hast du Schwierigkeiten im Umgang mit stark narzisstischen Menschen in deinem Beruf?  Dann ist mein nächster Online-Workshop, den ich gemeinsam mit der Akademie Heidelberg anbiete, genau das Richtige für dich.

„Klar, souverän und selbstbewusst: Umgang mit narzisstischen Menschen im Healthcare-Bereich“ 

📍 Online 📅 Dienstag, 20.10.2026  🕘 9:00 – 16:30 Uhr

Auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus anderen Branchen sind herzlich eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen!

Infos und Anmeldung auf der Website der Akademie Heidelberg und auch hier auf meinem Blog

Abwertungen narzisstische Mutter

Abwertungen narzisstische Mutter

Immer wieder gibt es spitze Bemerkungen und Sticheleien. Als Tochter oder Sohn macht man scheinbar nichts richtig, und als „schwarzes Schaf“ war und ist man einer narzisstischen Mutter auch finanziell nie etwas wert. Aber auch als goldenes Kind ist man unter Dauerbeschuss, hat das Gefühl nicht perfekt und gut genug zu sein. Abwertungen gehören bei narzisstischen Müttern leider zum Alltag. Offen oder unterschwellig beginnen diese  in der Kindheit und ziehen sich bis ins Erwachsenenalter, wenn man keine klaren Grenzen setzt. Ich habe heute einmal vier ganz typische Abwertungen narzisstischer Mütter, deren mögliche Auswirkungen und praktische Tipps für dich  zum souveränen Umgang in schwierigen Situationen.

Abwertungen des Aussehens 

Von der narzisstischen Mutter gibt es ständig Bemerkungen, Sticheleien und Kommentare sowie vermeintliche Verbesserungsvorschläge zum Aussehen ihrer Töchter und Söhne. Aber auch zu ihren angeblichen Makeln und Fehlern, auch abwertende Kommentare zur Kleidung oder zum Körpergewicht sind häufig. Dieses Verhalten beginnt teilweise schon als Kind und kann fatale Auswirkungen haben: Als Tochter oder Sohn wird man durch diese Kommentare unsicher, ist unter emotionalen Stress, fühlt sich ständig falsch und nicht gut genug. Denn als Kind glaubt man der narzisstischen Mutter als Instanz, die doch immer Recht hat, diese Sichtweise ist oft anerzogen und deshalb tief verankert. Das kann sich sich deshalb sogar bis ins Erwachsenenalter fortsetzen. Anstatt dann also seine (gesunden) Grenzen zu setzen, arbeitet man sich (emotional) daran ab, doch irgendwann gut genug zu werden. Dass dies ein aussichtsloses Unterfangen ist, merkt man, wenn man tief in den Dynamiken ist, lange Zeit nicht.
Es gibt hier auch noch einen anderen traurigen Aspekt: Nicht selten sind gerade  diese Abwertung auch ein starker negativer Einflussfaktor im Bereich der Selbstakzeptanz. Diese führen  zu einem gestörten Verhalten zu sich, so beispielsweise auch beim Thema Ernährungen. Im Extremfall kann dies auch ein möglicher Faktor sein, als Tochter oder Sohn Essstörungen zu entwickeln.


Beispiel Ella und ihre narzisstische Mutter

„Bist du NOCHMAL am Buffet gewesen?“ rief Ellas Mutter quer über den Geburtstagstisch. Ellas Mann hatte Geburtstag und sie hatten die Familien zum Wellness nach Österreich eingeladen in ein tolles Hotel mit großartigem Essen. Es war gerade so schön, und schon wieder zerstörte ihre Mutter alles Schöne bei Ella, mit dieser einen Bemerkung. Immer wieder war es das Gleiche: Denn schon als Kind achtete ihre Mutter, die selbst megaschlank und fast magersüchtig war, auf ihr Essen und kommentierte Ella, wenn sie etwas – in ihren Augen – nicht Gutes aß. Das machte sie bis heute. Ella war überhaupt nicht übergewichtig, aber ihre Mutter gab ihr schon ein Leben lang das Gefühl. Ella hatte deshalb sogar eine Essstörung entwickelt, die sie seit ein paar Jahren endlich im Griff hatte, aber war ihre Mutter da, dann war es war alles immer so belastend und anstrengend für Ella und sie begann sofort wieder an sich und ihrer Person zu zweifeln.

Mein Tipp: Erkenne erst einmal mögliche Sticheleien und Abwertungen als solche und entschuldige diese Aussagen nicht. Beginne diese nicht mehr zu akzeptieren und Grenzen zu setzen: „Ich möchte nicht mehr, dass du diese Kommentare machst.“ Lass dich da auch auf keine weiteren Diskussionen ein. Hatte mögliche Reaktionen darauf aus. In meinem aktuellen Buch findest du dazu auch viele Infos und Tipps.

Abwertungen des Verhaltens ihrer Töchter und Söhne  

Immer wird man als Tochter oder Sohn von der narzisstischen Mutter korrigiert. So, wie man sich verhält, ist es scheinbar nie richtig. Das setzt sich oft auch später bei den eigenen Kindern, also ihren Enkelkindern, fort. Gestik und Mimik wird kommentiert, man ist nicht freundlich genug, man isst oder sitzt in ihren Augen nicht korrekt am Tisch. Man ist in ihren Augen nicht nett oder erledigt Aufgaben nicht richtig. Sie kommuniziert das dann verbal als auch nonverbal, mit dem Rollen mit den Augen oder indem sie ihre Töchter und Söhne nachmacht und ins Lächerliche zieht. Das eigentliche Problem ist, was man aber lange Zeit nicht sehen kann, dass alles immer nicht richtig ist. Auch dann nicht, wenn man es so ändert, wie sie sich das wünscht. Deshalb wird man ständig korrigiert und auch das eigene Ergebnis abgewertet. Als Tochter oder Sohn kann man das aber lange mitmachen und keine Grenzen setzen. Oft aus einer Gewohnheit heraus und auch, weil man hofft, dass man es schafft, sich irgendwann in ihren Augen richtig und gut genug zu verhalten. Um dann anerkannt und von ihr geliebt zu werden.

Beispiel Caspar und seine narzisstische Mutter

Caspar räumte nach dem Essen mit der Mutter und seiner Frau noch schnell die Küche auf. Seine Mutter Christiane  beobachteten wie immer alles ganz genau. Plötzlich sprang sie auf uns schubste ihre Schwiegertochter zur Seite und stellte sich neben ihren Sohn: „Die Teller gehören nicht so in die Spülmaschine. Du machst dir immer unnötig viel Arbeit, wann lernst du das endlich und auch das Besteck, Caspar! “ Obwohl schon lange alles erledigt gewesen wäre, korrigiert sie jeden Handgriff und räumte alles aus und erneut wieder nach ihren Vorstellungen ein. Caspar entschuldigte sich mehrfach für seinen Fauxpas (so nannte er es auch immer). Er fühlte sich wie früher als Schüler, wo er auch nie etwa richtig machte, dabei war er jetzt Ende 40 und Marketingmanager in einem Verlag. 

Mein Tipp: Sieh auch hier das Verhalten und auch, dass dies nicht passiert, damit es dir gut geht, sondern erkenne die negativen Effekte. Beginne, sich hier deine Grenzen zu setzen: „Ich finde es in Ordnung so, wie ich es mache, ich bin auch schon Erwachsen. Wenn du es anders machst, ist das auch in Ordnung, aber ich mache es so, wie ich es für richtig halte.“ Mache dir folgendes Bewusst: Du bist heute ein erwachsener Mensch mit dem Recht auf eine eigene Meinung und Haltung.

Abwertungen der Bildung 

Das, was man macht, ist nicht ausreichend, wird belächelt oder ignoriert. In der Schule ist man als Tochter oder Sohn eigentlich nie gut genug. „Nur eine 2 und keine 1“ hieß es da ständig. So wurde vielleicht schon als Kind von der narzisstischen Mutter ständig das Haar in der Suppe gesucht und Erfolge klein geredet. Zudem wurde man immer verglichen bei den Leistungen, und andere sind aus den unmöglichen Gründen immer besser als man selbst.

Es gibt aber auch die andere Seite der Medaille: Manchmal haben narzisstische Mütter gar kein Interesse an der Bildung ihrer Kinder. Sie kümmern sich nicht und fördern die eigenen Kinder nicht in ihrer schulischen Weiterentwicklung oder weiteren Ausbildung. Das teilweise mit verheerenden Folgen. Im Extremfall ist dies eine Form der ökonomischen Gewalt. Wie kann das beispielsweise aussehen: Trotz rechtlicher Grundlage gibt es für die Tochter oder den Sohn kein Bafög. Denn die narzisstische Mutter will und wird nicht zahlen. Schließlich hätte es in ihren Augen eine Ausbildung auch getan, sie ist zu geizig, ihre eigenen Kinder zu unterstützen, denn diese sind es in ihren Augen nicht wert.
In der Schule bekommt man als Tochter oder Sohn kein Lob, keine Nachhilfe und Unterstützung. Steht man im Berufsleben, so weiß sie angeblich immer nicht, was man beruflich genau macht, denn scheinbar vergisst sie es immer (Nein, sie hat einfach kein Interesse). Auch das ist eine typische Form der Abwertung.

Mein Tipp: Oft ist es ein Muster, dass eine narzisstische Mutter ihrem Kind das Gefühl gibt, nicht gut zu sein und auch nicht genug, was die Bildung betrifft. Erkenne das und entwickle eine klare Haltung: Du bist gut, egal, was du beruflich machst, sei stolz auf das, was du erreicht hast. Mitunter wirst du eine Anerkennung von deiner Mutter dafür niemals erhalten. Das liegt aber nicht an dir, sondern an ihr.


Körperliche Gewalt als extreme Form der Abwertung 

Im Extremfall erlebt man als Kind und Jugendlicher eine besonders schlimme Art der Abwertung: Denn immer wieder im Alltag gibt es Gewalt und „Ausraster“ der narzisstischen Mutter. Mit verletzenden Worten wertet sie ihre Kinder alltäglich ab, aber auch mit Taten, also körperlichen Übergriffen wie Tritten und Ohrfeigen. Das alles nicht selten hinter einer schönen Fassade und hinter verschlossenen Türen.

Mein Tipp: Gewalt in der Kindheit kann schwere Auswirkungen auch als Erwachsener haben. Dazu habe ich schon viel geschrieben. Oft verdrängt man das Erlebte lange, akzeptiert Entschuldigungen, warum die Eltern auch körperlich übergriffig gewesen sind. Man redet dieses Verhalten klein so wie sie es auch tun. Es ist oft aber wichtig, sich dieses Thema und die eigenen Erlebnisse einmal genauer anzuschauen und das übergriffige Verhalten nicht zu entschuldigen.

Was machen diese Abwertungen einer narzisstischen Mutter mit einem als Kind und Erwachsener?

Warum ist es wichtig, sich mit dem Thema Abwertungen der narzisstischen Mutter zu beschäftigen? Meiner Erfahrung nach sind gerade diese negativen Erfahrungen es, die einen lange verunsichern. Vor allem aber auch in der Entwicklung hemmen und den Selbstwert zutiefst erschüttern. Das bestätigt auch die Wissenschaft:

Studie zu Abwertungen in der Kindheit

Hierzu habe ich eine Studie gefunden, deren Ergebnisse ich nur unterstreichen kann. Die Studie lautet: „Childhood verbal abuse as a child maltreatment subtype: A systematic review of the current evidence“. Auf Deutsch übersetzt: „Verbale Gewalt in der Kindheit als eine Form der Kindesmisshandlung: Eine systematische Übersicht über den aktuellen Wissensstand“. Sie ist aus 2023 von Shanta Rishi Dube und Kollegen, Wingate University, Wingate, United States.

Diese systematische Übersichtsarbeit wertete 166 Studien zur verbalen Gewalt gegenüber Kindern aus. Viele Punkte, die ich eben auch beschrieben hatte. Die Ergebnisse zeigen Zusammenhänge dieser Kindheit mit unter anderem Depressionen, Ängsten, geringem Selbstwert, emotionalen Problemen, Aggressivität und späteren Beziehungsschwierigkeiten. Die Autorinnen und Autoren plädieren dafür, verbale Gewalt als eigenständige Form der Kindesmisshandlung anzuerkennen und auch entsprechende Prävention durchzuführen. Sehr gut, wie ich finde.

Denn als Kind kennt Wertschätzung nicht: „Nicht gemeckert ist genug gelobt“ ist das Motto in diesen Elternhäusern. Man ist Abwertungen gewöhnt und dass man nicht unterstützt wird, sondern eher andere. Dazu kommt oft das Problem, ein gestörtes Verhältnis zu sich und seinem Körper entwickeln. Und auch, wenig Selbstwert haben. Man sucht sich ungesunde Partner, denn man empfindet den Umgang normal, obwohl man merkt, dass es nicht guttut. Zum Stapeln man zu tief wie beispielsweise bei Bildung (schlecht bezahlte Jobs) oder geht Bildungswege, die man könnte nicht.

Video zur Abwertung en einer narzisstischen Mutter

So ziehen narzisstische Freunde ihr Umfeld runter

So ziehen narzisstische Freunde ihr Umfeld runter

Teil 3 meiner neuen Spätsommer-Miniserie Narzisstische Freunde und Freundinnen im engen Umfeld tun einem oft nicht gut, denn sie ziehen einen emotional stark herunter. So verhalten sie sich, und das sind meine Tipps: „So ziehen narzisstische Freunde ihr Umfeld runter und das sind meine Tipps“ (3/6) ist da:

https://youtube.com/shorts/12TBp_IYTok?feature=share

🆕 Neue Spätsommer-Miniserie „Narzisstische und anstrengende Freunde und Freundinnen“

Dieses Mal geht es in meiner neuen Spätsommer-Miniserie um narzisstische Freundinnen und Freunde: Wie verhalten sich narzisstische Freunde im Alltag? Wie können sie einem manchmal schaden, und warum erkennt man das oft erst so spät? Was kann man tun, um dies schneller zu erkennen und seine Grenzen klar zu setzen? Wie schafft man es, keine anstrengenden und stark narzisstischen Freunde im engen Umfeld zu haben? Dazu habe ich sechs Kurzvideos mit vielen Informationen und praktischen Tipps für dich.

ℹ️ Wenn du mehr zum Thema Narzissmus und Freundschaft wissen möchtest und du dich selbst stärken möchtest, dann schaue dich gerne auf meinem YouTube-Kanal oder hier auf meinem Blog um. In meinem Buch gibt es dazu auch richtig viele hilfreiche Infos und Tipps für dich. Für individuelle Tipps melde dich gerne: Ich biete individuelle Beratung und auch Coaching an. Deine Marie 🫶

Narzisstische Frauen im Job

Narzisstische Frauen im Job

Narzisstinnen im Job können äußerst präsent und übergriffig sein, ziehen aber manchmal durch ihre schlechte Laune das gesamte Büro mit runter. Sie lästern ständig, machen irritierende Bemerkungen und werten die Kolleginnen und Kollegen hinter verschlossenen Türen ab. Wie zeigt sich das Verhalten stark narzisstischer und anstrengender Frauen im Job? Welche Verhaltensweisen solltest du beachten und wann ist es wichtig, klare Grenzen zu setzen? Ich habe in diesem Artikel einmal fünf Hinweise für dich zusammengestellt, auf die du achten solltest:

1. Besonders offene Narzisstinnen im Job sind oft laut, extrem präsent, überrumpeln andere und verhalten sich übergriffig

Sie wollen um jeden Preis auffallen, denn zu jedem Thema geben sie ihren Kommentar ab oder versuchen mit ihrem extremen Auftritt ständig aufzufallen und aus der Rolle zu fallen. Das ist häufig zum Fremdschämen. Außerdem haben sie kein Problem damit, anderen wiederholt ins Wort zu fallen und diese auch in Gruppen vorzuführen.

Beispiel: Die narzisstische Samira

Filizitas saß mit ihren ganzen Kolleginnen und Kollegen in großer Runde im Zoom-Meeting. Auch ihre Kollegin Samira war dabei. Samira war immer äußerst laut und präsent. Das Meeting hatte einen völlig anderen Charakter und war deutlich unruhiger, wenn sie anwesend war. Häufig herrschte durchgehend Chaos, denn sie leitete das Meeting, wenn sie dabei war. So war es auch diesmal: Nachdem sie alle begrüßt hatte, wählte sie plötzlich Filizitas aus und begann, ihr ungeplant Fragen zu einem Vorgang zu stellen. Filizitas war völlig überrumpelt, und Samira machte sich darüber lustig, sodass Filizitas absichtlich inkompetent vor den Kolleginnen und Kollegen wirkte. Das war die abwertende Art, die Samira häufig anwandte, doch niemand traute sich, etwas zu sagen, denn sie arbeitete schon lange in der Behörde, war inzwischen Abteilungsleitung und somit (wie Samira immer überall betonte) unkündbar.


2. Narzisstinnen sind häufig illoyal 

Narzisstinnen verhalten sich am Arbeitsplatz oft illoyal, suchen ausschließlich ihren eigenen Vorteil und nutzen Kolleginnen und Kollegen extrem aus, häufig unter dem Deckmantel, eine freundschaftliche Verbundenheit zu haben. Das ist insbesondere unter Frauen und in größeren Frauengruppen oft der Fall.

3. Narzisstinnen lästern viel und sind ein Fähnchen im Wind

Narzisstinnen reden mal so und mal so, erzählen zu ihrem Vorteil dem Umfeld im Job immer genau das, was dieses hören will. Ihre Freundlichkeit hält oft nur so lange an, wie dies für sie nützlich ist. Sobald einzelne Menschen im Job keinen Nutzen mehr bieten, werden sie schnell fallen gelassen und entsorgt oder sie wechseln zu ihrem Vorteil die Seite. Manchmal merkt man erst dann, wenn sie das Unternehmen verlassen haben oder man selber nicht mehr da ist, wie bösartig sie über einen selbst hinter dem Rücken geredet haben.

Beispiel: Die narzisstische Kollegin Amelie

Amelie lästerte beim Lunch mit Kira mal wieder über ihre Kollegin Raphaela, die mit ihr in einem Büro saß. „Kein Wunder“, sagte sie, „dass Tom sie verlassen hat. Sie ist von ihrer Art doch unerträglich und vor allem total langweilig. Er war so interessant, er hat Besseres verdient.“ Als sie am Nachmittag wieder im Büro waren, kam sie noch einmal kurz bei beiden vorbei, brachte Raphaela ein Dokument und meinte: „Oh nein, Süße, du siehst wirklich schrecklich aus. Es tut mir so unglaublich leid, ich habe von der Trennung zwischen dir und Tom gehört. Ich kann überhaupt nicht verstehen, warum er dich verlassen hat. Er wird irgendwann merken, was er mit dir verloren hat. Komm mal her, ich drücke dich. Wenn etwas ist, melde dich.“ Dann verließ sie das Büro.Kira, die gegenüber von Raphaela saß sah diese Fake-Inzinierung von Amelie mit an und konnte es kaum glauben, wie krass abgedroschen und mies Amelie mal wieder war.

4. Fühlen sie sich extrem bedroht, beißen weibliche Narzissten um sich 

Fühlen Narzisstinnen sich bedroht, beginnen sie oft damit, Erfolge und Kompetenzen ihrer Kolleginnen und Kollegen öffentlich oder im Verborgenen zu relativieren oder anzuzweifeln. Sie verbreiten Gerüchte und werten andere hinsichtlich dessen ab, was diese können oder geleistet haben. Damit versuchen sie gezielt, die Reputation dieser im Unternehmen oder in der Branche negativ zu beeinflussen.

Beispiel: narzisstische Jana

„Ja“, sagte Jana. „Ich habe neulich mit einem Exkollegen gesprochen, der im gleichen Konzern wie Karo gearbeitet hat. So kompetent, wie es scheint, ist sie gar nicht. Obwohl sie jetzt befördert wird, ist das definitiv die letzte Karrierestufe, die sie erreicht haben dürfte. Ich habe Geschichten gehört, die sind unfassbar“. Jana erzählte wieder merkwürdige Sachen über Karo. Diese war neidisch auf sie und ihre Beförderung und versucht jetzt, sie überall mit angeblichen Geschichten schlechtzumachen.


5. Verdeckte Narzisstinnen: Sind muffig und launisch 

Ich schreibe und sage es in meinen Videos sehr oft und auch in meinem Buch ist es Thema unter anderen: Gerade verdeckte Narzissten sind häufig muffig und launisch, so auch verdeckte narzisstische Kolleginnen und Vorgesetzte. Bei ihnen kann die Stimmung oft plötzlich wechseln, und man kann sich lange nicht erklären, woran das liegt. Gerade wenn man sehr eng mit verdeckten Narzissten zusammenarbeitet, ist man häufig mit solchen Stimmungsschwankungen konfrontiert. Die Kollegin grüßt vielleicht plötzlich nur noch kurz und möchte kein Gespräch führen, obwohl es am Tag zuvor keine Probleme gab, und man versteht nicht, warum. Bei Nachfragen erhält man abwertende Kommentare, die man nicht einordnen kann. Dieses Verhalten kann einen sogar zu Hause und in der Freizeit belasten, weil es einen herunterzieht und sich das Problem auf der Arbeit scheinbar nicht lösen lässt. Kommt man aus einem narzisstisch geprägten Elternhaus oder Umfeld, neigt man dazu, diesen Stimmungswechsel schnell auf sich zu beziehen und fühlt sich verantwortlich, wieder für gute Stimmung zu sorgen.

Beispiel: Die narzisstische Mika

Marion lag die ganze Nacht wach. Warum war ihre Kollegin Mika plötzlich so schweigsam? Hatte sie etwas Falsches gesagt? War es vielleicht doch nicht in Ordnung, dass sie über den Brückentag Urlaub genommen hatte? So etwas kam gelegentlich vor. Mika war unvermittelt schlecht gelaunt, und ihre Stimmung zog die gesamte Atmosphäre im Büro nach unten. Auch in ihrer Freizeit belastete Marion das, doch sie konnte einfach nicht herausfinden, was der Grund dafür war. Am Ende besserte sich Mikas Laune plötzlich und ohne ersichtlichen Grund wieder, aber das konnte manchmal mehrere Wochen dauern, und das war für Marion die Hölle.

Video Narzisstische Frauen im Job erkennen

 

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