Zum Hauptinhalt springen

Autor: Marie

Hi, ich bin Marie, eine sport- und reisebegeisterte Expertin für das Thema Narzissmus. Mit langjähriger Erfahrung als Bloggerin und mittlerweile über insgesamt 400 Artikeln schreibe ich hier seit 2016 jeden Samstag zu den Themen Narzissmus, psychische Gesundheit, Psychologie und gesunder Selbstwert. Seit 2016 betreibe ich zudem mit viel Herzblut und Leidenschaft meinen YouTube-Kanal »Narzissmus verstehen«, der mittlerweile über 60.000 organisch gewachsene Follower hat. Darüber hinaus bin ich Autorin des Ratgebers „Die Maschen der Narzissten“, der in der fünften Auflage beim Gräfe und Unzer (GU) Verlag erschienen ist. Zudem biete ich professionelle Beratung und auch Coaching an. Gemeinsam mit meinem Kooperationspartner der Akademie Heidelberg biete ich regelmäßige Online-Workshops zum Thema "Narzissmus im Job" an. Alle Inhalte meines Blogs und meiner weiteren Plattformen sind urheberrechtlich geschützt. 🫶 Marie
Emotionale Abhängigkeit

Emotionale Abhängigkeit

Emotionale Abhängigkeit tut nicht gut, sie hemmt sich frei zu entwickeln und glücklich zu leben. Diese kann in allen Bereichen des Lebens entstehen: Zum Partner oder der Partnerin oder im Job beispielsweise zum Vorgesetzten. Aber auch bei guten Freunden oder auch innerhalb von Gemeinschaften kann es zu emotionalen Abhängigkeiten kommen. Meist wird der Grundstein in diese ungesunden Verbindungen zu geraten bereits in den ersten Jahren des Lebens gelegt. Dann, wenn sich eine starke emotionale Abhängigkeit zu der Mutter oder zum Vater entwickelt. In meinem aktuellen Buch gehe ich auch auf dieses Thema ein und habe ganz viele praktische Tipps, es ist eine sehr gute Ergänzung zu diesem Artikel und Video.

Was ist emotionale Abhängigkeit?

Da habe ich eine gute Erklärung bei der AOK gefunden: “Bei emotionaler Abhängigkeit entwickelt ein Mensch eine übertrieben enge Beziehung zu einer anderen Person, meist Partner oder Partnerin. Es geht um das Gefühl, dass nur dieser andere Mensch die emotionalen Bedürfnisse des oder der Betroffenen erfüllen kann. Diese Abhängigkeit wird von starker Verlustangst begleitet und kann bis zur kompletten Selbstaufgabe reichen. Emotional Abhängige klammern sich daher übermäßig stark an die andere Person – mehr, als ihnen oder ihrer Beziehung guttut.” (siehe AOK, https://www.aok.de/pk/magazin/koerper-psyche/psychologie/emotionale-abhaengigkeit-ursachen-symptome-und-auswege/, abgerufen am 1.05.25)
In narzisstischen Elternhäusern herrscht oft diese emotionale Abhängigkeit. Nicht selten wird hier bereits der Grundstein für weitere emotionale Abhängigkeiten im Leben gelegt:

Die Wurzeln emotionaler Abhängigkeit:Narzissmus im Elternhaus 

Denn als Kind ist man tatsächlich in vielerlei Hinsicht abhängig von den eigenen Eltern, ihren Entscheidungen, ihrem Wohlwollen oder auch Missgunst. Eltern treffen erst einmal Entscheidungen für ihre Kinder, helfen ihnen dann eigenständig abzuwägen und eigene Entscheidungen unabhängig treffen zu können. Es fokussiert eine Wünsche ohne Ängste zu haben, dadurch seine Eltern zu verlieren. Ein Kind in einem gesunden Elternhaus löst sich so im Laufe des Lebens immer mehr von seinen Eltern und wird auch emotional eigenständiger. Es lernt mit Frust umzugehen und sich selbst etwas zu trauen, ganz unabhängig von den Sichtweisen und Wünschen der Eltern. Es lernt sich auf sich und auch seine eigenen Wünsche und Bedürfnisse zu konzentrieren. Ganz unabhängig von den Eltern oder auch anderen Menschen. Es fängt an eigenständig zu leben.

An diesem Punkt gibt es für Kinder stark narzisstischer Eltern oft große Probleme.

Kindern narzisstischer Eltern fehlt oft diese erlernte Eigenständigkeit. Sie orientieren sich bei Entscheidungen auch als Jugendliche und mitunter als Erwachsene stark an ihren Eltern. Kinder narzisstischer Eltern fragen sich als erstes, welche Entscheidung andere glücklich macht und nicht sie selbst. Sie wollen vorrangig die emotionalen Bedürfnisse  der Eltern erfüllen. Ein gutes Kind sein. Aber bei narzisstischen Eltern ist das leider oft aussichtlos: in ihren Augen ist und wird das eigene Kind nie gut genug sein. Was aber an ihnen selbst liegt. Sie geben dem Kind aber das Gefühl. dass dann wenn es sich mehr bemüht und noch stärker auf die Wünsche der Eltern eingeht doch noch eingut es Kind zu sein. 

Die Hoffnung lässt die Kinder auch emotional nicht los

Das Kind arbeitet sich im schlimmsten Fall daran ein Leben lang ab: Sie hängen mit einer emotionalen Hoffnung an den eigenen Eltern in einer ungesunden Hoffnungsschleife fest. Diese Kinder sind getrieben  von der Vorstellung, doch irgendwann ein gutes Kind zu sein, alles nach Wunsch der Eltern zu machen und so für sie liebenswert zu sein und endlich positive Emotionen wie Liebe zu bekommen. Im Extremfall geben diese sogar eigene Wünsche und Bedürfnisse ganz dafür auf. Sie leben nur dafür, die narzisstische Mutter oder den narzisstischen Vater glücklich zu machen. Die narzisstischen Eltern verstärken und fokussieren mitunter sogar diese emotionale Abhängigkeit, indem sie mit Aussagen oder dem Triggern von Ängsten immer wieder die Hoffnung triggern oder Verlustängste verstärken. Diese Eltern sind aber kaum in der Lage, tiefe Liebe und Nähe selbst zu den eigenen Kindern zu empfinden. Es ist also ein aussichtsloses unterfangen. Trotzdem kämpfen sich die Töchter und Söhne narzisstischer Eltern  im Extremfall ein Leben lang daran ab. Aus dieser Dynamik heraus kann das emotionale Ablösen von den narzisstischen Eltern zum großen Problem werden.

Emotionale Abhängigkeit: das Video

Durch diese und noch weitere Dynamiken sind Kinder narzisstischer Eltern oft lange in einen Teufelskreis gefangen. Auf der Suche nach Liebe und Anerkennung, die sie bei ihren Eltern nicht erhalten, geraten oft in weitere Beziehungen in denen emotionale Abhängigkeiten herrschen, im Job, der Liebe und auch in Freundschaften. Damit dies nicht passiert, ist ein erster Schritt erst einmal zu erkennen, wie emotionale Abhängigkeiten überhaupt aussehen. So kann man Dynamiken und ihre Entstehung besser verstehen, schneller erkennen erst gar nicht in diese geraten oder sie schrittweise verlassen. In meinem neuen Zum Video bei YouTube schauen wir uns das alles gemeinsam an und ich habe viele praktische Tipps für dich:

Lesung die Maschen der Narzissten

Mein neues Buch ist da: Lesung aus “Die Maschen der Narzissten”

Es gibt typische Maschen, die Narzissten immer wieder an den Tag legen. Sie sind manchmal subtil und daher nicht immer auf den ersten Blick erkennbar. Zeigen kann sich dies in bestimmten Stimmungen, Aktionen und Aussagen. Die Auswirkungen können für das Umfeld und die Narzissten selbst sehr verstörend sein und zerstörerische Wirkungen haben. Ich erkläre dir, wie man typisches Verhalten von Narzissten erkennt. Ob in der Liebe, im Job, der Familie, wie Mutter, Vater und Geschwister oder in Freundschaften. Jeder kann lernen, durch eine klare eigene Haltung, innerer Gelassenheit und Stärke Narzissten souverän entgegenzutreten. Warum es einem schwerfallen kann, was auch die eigene Vergangenheit damit zu tun hat, aber wie das trotzdem gelingt, darum geht es in meinem neuen Buch. 
Es ist im Buchhandel vor Ort und auch online erhältlich und die perfekte Ergänzung zu meinen Blogartikeln, meinen Videos und auch meiner individuellen Beratung.

Seit August ist mein Buch in den Buchhandlungen verfügbar und ich freue mich, dass es euch so unglaublich gut gefällt und vor allem auch hilfreich ist. Die zahlreichen Rezensionen haben mich total überwältigt. Heute habe ich deshalb etwas besonders vorbereitet, eine kleine Lesung.

Lesung aus “Die Maschen der Narzissten”

Komm mit auf meine kleine Online-Lesereise: Denn leider kann ich dich nicht einladen, persönlich nach Berlin zu einer Lesung zu kommen. Trotzdem lade ich dich herzlich ein, zu meiner Online-Lesung zu kommen: Ich stelle dir das Buch inhaltlich vor, erkläre dir auch, wie es überhaupt dazu kam und ganz viel mehr. Die Online-Buchvorstellung und Lesung  “Die Maschen der Narzissten” habe ich auf meinem YouTube-Kanal “Narzissmus verstehen” online gestellt. Infos zum Buch findest du hier zum Buch:

Sichtweisen narzisstische Mutter

Einstellungen und Sichtweisen narzisstische Mutter

Eine narzisstische Mutter hat häufig ein sehr spezielles Selbstbild von sich. Auch ihre Sichtweisen auf die Welt und ihr – familiäres – Umfeld sind im Extremfall sehr verstörend. Wie sehen typische Sichtweisen und das Selbstbild einer narzisstischen Mutter aus? Wie genau wirkt sich dieses Verhalten auf ihre Familie aus?  Was macht das mit den Kindern dieser Mütter auch im Laufe des Lebens?  Das schauen wir uns heute einmal gemeinsam an:

Sichtweisen und Selbstbild einer narzisstischen Mutter

1.) Sichtweise einer narzisstischen Mutter: “Ich bin als Mutter die Königin und herrsche”

Das Bild der Königin ist ein sehr passendes, wie ich finde. Warum? Eine narzisstische Mutter will umsorgt werden. Sie mag es, wenn andere sich um sie kümmern und sie im Gegenzug nichts oder wenig tun muss: Ob im Haushalt, der Versorgung ihrer Kinder oder organisatorischen Dingen. Denn Narzissten und eben auch narzisstische Mütter sind oft faul (auch dann, wenn sie sich gerne sehr fleißig darstellen). Die offene Narzisstin fordert laut ein, eine verdeckt narzisstische Mutter setzt ihr Umfeld mit komischen Stimmungen und passiv-aggressivem Verhalten unter Druck. 



Denn narzisstische Mütter mögen es, Angst und Schrecken in ihrem Umfeld zu verbreiten.

Mit Drohungen soll das “Gefolge”, also der Partner, die Partnerin oder die Kids sich bloß nicht zu wohl und entspannt fühlen. Sie mag es, diese unter Druck zu setzen: Droht mit Trennung, mit dem Abschieben und im Extremfall ein Abschieben aus der Familie in ein Kinderheim, wenn diese noch kleiner sind. Später droht sie mit dem Kontaktabbruch für immer oder sich selbst etwas anzutun und leben in ständiger Angst. Wobei dann schon der extreme Bereich erreicht ist. Aber so erreicht sie es dann oft, dass der gewünschte Effekt eintritt: Die Kinder trauen sich nicht etwas nicht erledigen. Der Partner oder die Partnerin vermeidet Streit um jeden Preis und übernimmt fast alle was es im Alltag an nervigen Dingen zu tun gibt.

Wie “herrscht” die narzisstische Mutter?

Sie ist streng und laut, nimmt sich im Alltag auch sonst viel heraus und setzt sich (auch auf Kosten der Familie) in Szene. Sie wertet die Familienmitglieder in der Öffentlichkeit ab oder macht sich über sie lustig. Oder sie ist eher ruhig und übt den Druck im Hintergrund aus. Über Stimmungen zeigt sie, wenn ihr wieder etwas nicht passt. Sie schweigt oder rastet dann grundlos aus. Sie ist vielleicht auch im Alter launisch und lässt diese Stimmungen an ihrer Familie aus, denn aus ihrer Sicht darf sie das als Mutter natürlich. Das machen verdeckt narzisstische Mütter sehr oft.

2.) Sichtweise narzisstische Mutter: Kinder haben sich in der ihnen zugedachten Rolle zu fügen

Kinder narzisstischer Mütter haben bestimmte Rollen innerhalb der Familie, die sie zu erfüllen haben, so wie Katja:
Katja, das ist „unsere Fleißige, das war sie schon immer” und die konnte diesen Satz schon nicht mehr hören. Ihre Mutter sagte es ständig zu Nachbarn und zu Kollegen gerne, auch wenn Katja daneben stand und lächelte wie ein “Vorzeige-Püppchen”.  Immer wieder betonte sie Katjas Rolle in der Familie, dabei behandelte sie zu Hause oft abwertend. 

“Sie fährt auch immer zu unserer Oma einmal die Woche, bei uns schaut sie auch immer vorbei, wir wohnen ja über der Oma.” Dabei wollte Katja das alles schon lange nicht mehr. Die anderen aus dem Studium trafen sich am Abend und Katja fuhr zur Schwester auf die Kinder aufpassen, auch sie wohnte bei der Mutter und nutzte das auch. Auch ihr half sie immer wieder viel. Meist wurde sie kurzfristig informiert, es wurde wie selbstverständlich davon ausgegangen, dass sie Zeit hatte. Widerworte traute sie sich nicht zu geben (so nannte die Mutter es immer, wenn Katja versuchte, Nein zu sagen”), dabei war sie so frustriert und traurig.

3.) Sichtweise narzisstische Mutter: „Ein Kind hat keine Widerworte“ und die Eltern haben die Macht

Kinder narzisstischer Mütter sind oft unsicher. Sowohl als Kind oft auch im weiteren Verlauf ihres Lebens. Ein Grund dafür ist, dass sie selbst nicht lernen, sich eine eigene Meinung zu bilden und diese dann auch zu vertreten. Denn bei narzisstischen Eltern sind Meinungen ihrer Kinder, die nicht ihren entsprechen, “Widerworte”, wie eben schon erwähnt. So entwickeln diese Kindern nicht ihre eigenen Perspektiven. Sie lernen zu “erspüren”, was die Meinung und der Wunsch des Gegenübers sein könnte. Das ist Gift für den Selbstwert dieser Kinder und so kann diese Kompetenz häufig nicht gut entwickelt werden. Verhängnisvoll ist dies dann im Erwachsenenleben. Denn hier traut man sich nicht Positionen für sich zu beziehen, und sich mit der eigenen Meinung beispielsweise in Diskussionen einzubringen. Das ist nur eine mögliche Auswirkung. 

4.) Kinder machen sowie nichts richtig

Als Kind narzisstischer Mütter macht man scheinbar  immer alles falsch. Das sagen narzisstische Mütter ihren Kindern oft “Gib her”, sagt die narzisstische Mutter immer “das kannst Du eh’ nicht” oder sie kommentieren und korrigieren alles, was die Kinder sagen und tun. Ob die wieder zu schief gelegte Gabel, die nicht gute Position beim Sitzen zum Essen, die falsche Partnerwahl oder die geschmacklose Wohnungseinrichtung. Ein Grund: Kinder sind aus Sicht dieser Mütter eben nicht vollkommen, wie die Mütter es aus ihrer eigenen Sicht selbst sind. Zudem mögen sie es, die eigenen Kinder zu verunsichern. Gleichzeitig stabileren sie sich und ihren geringen Selbstwert. Da sie es aus ihrer Sicht heraus alles wissen, was richtig und gut ist, während die Kinder vieles nicht können. Diese Kinder neigen zum Perfektionismus, auch im Laufe ihres Lebens, getrieben von dem Gefühl, “nicht richtig” und “genug” zu sein.

5.) Sichtweise narzisstische Mutter: Ich bin die beste Mutter, die es gibt, niemand hat mich zu kritisieren

Eine narzisstische Mutter hat eine hohe Empfindlichkeit gegenüber Kritik. Sie selbst bezeichnet sich aber nicht selten als “hochsensibel”. Wenn man genau hinschaut, mag sie es nicht, wenn Kinder oder auch der Partner eine andere Meinung hat, nimmt diese persönlich und ist schnell beleidigt. Als Kind kennt man es schon, dass die Mutter es nicht mag, wenn man ihr etwas was sagt, was ihr nicht gefällt, dann schweigt sie oft und lange.

6.) Kinder narzisstischer Mütter sind Konkurrenz

Narzisstische Mütter stellen sich sogar in Konkurrenz zu ihren (Klein-)Kindern. Hat das Kind Kopfschmerzen, wendet sich an die Mutter «Ich hab Kopfschmerzen, Mama»,  kann die narzisstische Mutter antworten «Mich fragt auch niemand, wie es mir geht.» In diesen narzisstischen Familien herrscht im Extremfall sogar Konkurrenz um Krankheiten, beziehungsweise  die dadurch entstehende Aufmerksamkeit.



Warum hat eine narzisstische Mutter das Selbstbild?

Das Selbstbild und Selbstverständnis “Ich darf das beeziehungsweise einfach alles” entsteht oft schon in der eigenen Kindheit dieser Mütter. Oft sind sie selbst bei narzisstischen Eltern aufgewachsen (entschuldigt nicht aber erklärt vieles). Diesen Müttern fehlt Empathie, sie können/wollen sich nicht in ihre Kinder hinein fühlen. Zu den Kindern besteht oft kaum eine Bindung, diese haben einen Zweck zu erfüllen und wenn es die Versorgung der narzisstischen Mutter ist. Auch das ist Thema in meinem aktuellen Buch. Nicht selten sieht die Mutter ihr eigens Kind irgendwann sogar als Konkurrenz oder Bedrohung. Sie will diese deshalb klein machen.

Auswirkungen und Probleme für Kinder narzisstischer Mütter 

Die psychische Gesundheit der Kinder leidet. Denn im Extremfall pathologische Züge der Eltern können die psychische Anfälligkeit der Kinder beeinträchtigen. Depressionen und Angstzustände sind nur zwei mögliche Auswirkungen. Elterlicher Narzissmus mit einem extremen Erziehungsstil hängt oft mit Depressionen und Ängsten der Kinder zusammen. 

Zudem lernt man als Kind nie bedingungslos geliebt zu werden. Ein weiteres Problem ist ständig zu glauben, dass die eigenen Meinung wertlos ist oder zumindest weniger Wert als die anderer Menschen. Das ist dann leider oft das direkte Einfallstor für Narzissten und Narzisstinnen im Leben. Denn wenn sie sonst sehr empathielos sind: das merken diese sofort und versuchen es dann für ihren eigenen Vorteil zu nutzen.

“Königinnen”- und “König”- Problem

Wächst man mit einer solchen Mutter, die das eben beschriebene Selbstbild hat, auf, glaubt man mitunter selbst, man braucht einen Partner oder Partnerin, der oder die eine/-n wie eine “Königin oder König” behandelt. War man so lange dieser herrschenden narzisstischen “Königin-Mutter” untergeordnet und kommt dann ein Narzisst, der zu Beginn genau das macht – das Gegenüber erst einmal in der Love bombing Phase extrem viele Versprechen macht  – glaubt man, dass das der Weg aus dem Unglück ist. Einen Partner, der dann leider aber im Kern genauso ist, wie die narzisstische Mutter und mit dem es sich nach einiger Zeit vertraut anfühlt. Den man ebenso umsorgen muss und dem man sich dann unterordnen soll.

Dass man so in die nächste ungesunde Beziehung gerät, ist einem dann leider oft nicht bewusst…

So ist man dann kurzzeitig “König oder Königin”, um dann wieder als “Gefolge” vom narzisstischen Partner oder der Partnerin abgewertet zu werden. Wieder hat man dann keine Partnerschaft auf Augenhöhe und kann es sich lange Zeit einfach nicht erklären. Man weiß oft auch gar nicht, dass gesunde Beziehungen so nicht funktionieren. Dass die nichts mit Macht, Herrschen und Königinnen und Königinnen zu tun haben. Es ist aber möglich, diese ungesunden “Königreiche” und Denkmuster für immer zu verlassen und ganz gesunde Beziehungen zu führen. Ein Baustein ist es, diese Dynamiken zu erkennen und selbst etwas zu ändern.

Sichtweise narzisstische Mutter: Das Video zum Artikel

In meinem Video zu diesem Artikel habe ich deshalb noch ganz viele Tipps für dich: Zum Video der Sichtweisen einer narzisstischen Mutter auf YouTube:

Grenzen setzen lernen

Grenzen setzen lernen

Grenzen setzen: Das müsste doch für erwachsene Menschen kein Problem sein. Ist es leider in vielen Fällen doch. Wieso fällt es einigen von uns so schwer?
Gesunde Grenzen zu setzen kann nicht nur bei extremen Narzissten eine alltägliche Herausforderung sein, der man sich ungern stellt und gerne entzieht. Manchmal sind es nur einzelne
Lebensbereiche wie in privaten Beziehungen oder im Job, bei denen es uns schwerfällt, klare Grenzen zu ziehen. Bei anderen Menschen ist das Grenzensetzen ein generelles Problem, das ihnen das Leben schwer macht.
Denn werden im Alltag und Beziehungen keine klaren Grenzen gesetzt, so überschreiten einige Menschen diese immer wieder. Das hat dann negative Auswirkungen auf den eigenen Selbstwert, aber auch das allgemeine Wohlbefinden. Die Gefahr, von anderen ausgenutzt zu werden, ist dadurch ebenso groß, wie die, unfreundlich behandelt zu werden. Um nur zwei mögliche Nachteile zu nennen.

Grenzen setzen kann schwer fallen aber warum?

Die Ursachen, schlecht Grenzen setzen zu können, sind vielfältig: Wenn man nicht weiß, wo eine Grenze beginnt, weil in der Vergangenheit eigene Grenzen in einem narzisstischen Elternhaus ständig überschritten wurden, ist das ein möglicher Grund. Die Angst vor negativen Konsequenzen und Ablehnung können weitere sein. Aber Grenzen setzen kann man lernen.

Wie schafft man es dennoch, im Alltag klare Grenzen zu ziehen?

Ich habe in meinem neuen kurzen YouTube-Video ganz praktische Tipps für dich: Grenzen setzen lernen. Wenn du noch mehr Tipps möchtest und auf Ursachenforschung gehen möchtest, warum es dir schwerfällt, empfehle ich dir mein brandneues Buch, das bei GU erschienen ist.

 

Taktiken von Narzissten

Taktiken von Narzissten und Narzisstinnen

Gerüchte streuen, monatelanges Schweigen oder das Ausnutzen von Notsituationen: Narzissten stressen das Umfeld gerne mit ihren “Taktiken”. Das kann für das Umfeld von Narzisstinnen und Narzissten unfassbar nervig, anstrengend und im schlimmsten Fall sogar schädigend sein. Damit du diese schneller erkennst und auch souveräner damit umgehen kannst, schauen wir uns die typischen Taktiken von Narzissten und Narzisstinnen einmal genauer an.  

Taktiken von Narzissten: Was steckt dahinter?

Wenn an Taktiken denkt, dann glaubt man oft, dass extrem narzisstische Menschen ganz genau planen, wie sie andere im Umfeld ärgern können. Ist das so? Ich denke nicht, denn dann würde man Narzisstinnen und Narzissten meiner Ansicht nach doch sehr überschätzen. Narzissten selbst stellen sich, aber gerne nach außen so dar. Narzissten lieben es, selbst das Bild des gewitzten Manipulierers zu erzeugen, um das Umfeld so einzuschüchtern und sich selbst als schlau(er) darzustellen, als sie wirklich sind. Aber: Extrem narzisstische Menschen stehen morgens nicht auf und schmieden genaue Pläne, wie sie das Umfeld stressen können. Für sie funktioniert die Welt einfach so: Sie sehen sich im Mittelpunkt, haben oft einen Mangel an Empathie und möchten bzw. müssen im Alltag ihren geringen Selbstwert stabilisieren. Das erfolgt dann durch ihre “Taktiken”. Das entschuldigt selbstverständlich nichts, aber es erklärt vieles.
Heute schauen wir einmal genau hin, wie genau das aussieht, warum das so ist und auch, wie sie das überhaupt schaffen können …oder eben auch nicht.



Taktik: Andere Menschen mürbemachen

Wochenlang zu schweigen ist eine Möglichkeit von Narzissten, das Gegenüber mürbezumachen.  Besonders wenn sie gekränkt sind oder ihren Willen nicht bekommen, dann fangen sie an zu schweigen und das können sie leider sehr gut. Das Umfeld ist verunsichert, kann nächtelang nicht schlafen. Für Narzissten ist das alles andere als belastend, darauf gehe ich auch in meinem aktuellen Buch genauer ein. Langes Schweigen, welches das Umfeld verunsichert, das kann ihnen sogar narzisstische Zufuhr geben und ihren geringen Selbstwert kurzfristig stabilisieren.. 

Rufschädigung durch Gerüchte 

Narzissten mögen es oft im Hintergrund zu agieren und dort für schlechte Stimmung zu sorgen. Ein mögliches Mittel kann für sie da sein, Gerüchte zu verbreiten. Auch um „Konkurrenz“, die bei ihnen immer und überall lauert, auszubooten, ist das aus ihrer Sicht ein gutes Mittel. Nicht selten versuchen sie – im bösartigen Fall – anderen auch damit auch nachhaltig zu schaden.  Zu einer richtigen Schlammschlacht kann es immer dann werden, wenn sich zwei Narzissten begegnen und gemeinsam konkurrieren.

Die Schwächen des Gegenübers für sich nutzen 

Narzissten mangelt es an Empathie. Aber eines können sie recht gut: Zum Beginn einer Beziehung zuhören, was der andere so über sich selbst und seine “Schwächen” erzählt. Sie schaffen es zusätzlich, durch grenzüberschreitende Fragen intimes Wissen aus dem Gegenüber “herauszukitzeln”. Ist man da schnell zu vertrauensvoll und offen, erzählt selbst viel von sich, dann merken sie sich genau, wo wunde Punkte liegen. Anstatt diese dann als wertvolle, vertrauensvolle Information zu schützen, nutzen sie diese bei passender Gelegenheit, um es bspw. durch Bloßstellen oder Abwertungen gegen einen zu verwenden.

Klaas war mit seiner narzisstischen Freundin Milli mal wieder bei ihren (narzisstischen) Eltern 

Es war einigermaßen entspannt bis zum Abendessen. Dann fing Milli plötzlich an, mit ihren Eltern über seine berufliche Situation zu reden, über den einen Vorgesetzten, der Klaas auf der Arbeit das Leben zur Hölle machte. Sie beschrieb genau, wie er ihn  vor anderen runterputzt in der Firma und seine Fehler sucht. Sie ging immer tiefer ins Detail und reagierte nicht auf seine Versuche, das Gespräch in eine andere Richtung zu lenken. Es war ihm so unangenehm. “Na ja, Milli, so schlimm war es ja auch nicht”, versuchte er das Gespräch noch irgendwie zu beeinflussen. Aber sie hörte nicht auf. Dann passierte das Unfassbare: Sie fing sogar an, etwas das ihm noch unangenehmer war auszubreiten: Er hatte sich deshalb psychotherapeutischen Rat gesucht und sogar das breite sie nun vor ihren Eltern aus. Dabei wusste sie doch genau, dass ihr Vater so ein “Psychozeugs”, wie er es nannte, ablehnte.

Überhaupt fand der Vater “Männlichkeit” wichtig, wie er es immer betonte:

“Ein Mann hat das Geld zu verdienen, er hat ein besseres Einkommen und strebt nach einer Karriere”, predigt er immer, schon seit dem Beginn der Beziehung war es ihm ein Dorn im Auge, das Klaas es in seinen Augen nur in bis zu einem mittelständischen Unternehmen in das Controlling geschafft hatte.

Klaas sah genau seinen hämischen Blick ihm gegenüber. Er war sprachlos und konnte es  einfach nicht fassen:  Warum führte sie Klaas so vor. Sie wusste doch, dass er es niemanden erzählen wollte. Nun wussten es ausgerechnet seine Schwiegereltern, die jetzt bestimmt noch weniger Respekt vor ihm haben werden. Milli sah das nicht, als er sie auf den Weg nach Hause mit belegter und trauriger Stimme ansprach. “Ich habe keine Geheimnisse vor meinen Eltern, was denkst Du denn von denen, warum bist Du so empfindlich”, wehrte sie sofort seine Kritik ab und schwieg dann sogar noch beleidigt einige Tage und ignorierte ihn deshalb. Da tat es Klaas schon wieder leid, wie so oft. Er hielt es kaum aus, wenn sie nicht mit ihm redete. Also entschuldige er sich bei ihr, sie im Auto so angegangen zu sein. (Dabei hatte er einfach nur diese eine Frage gestellt und das sehr traurig).

Notsituationen ausnutzen 

Narzissten nutzen (emotionale) Notsituationen aus, um sich dann 

  • besser zu fühlen 
  • als Helfer aufzuführen, 
  • sich finanziell zu bereichern.

Das ist leider eine ganz typische Masche.

Vergiftete Hilfe von Narzissten 

Denn die Hilfe von Narzisstinnen und Narzissten ist leider vergiftet und nicht so fürsorglich, wie sie scheint. Das ist sowohl im Kleinen so, wenn eine Freundin dir in einer Notsituation plötzlich anbietet, nach deiner Trennung ein paar Wochen in ihrer Ferienwohnung verbringen zu können. Sondern auch im Großen. In ungesunden Gruppen und Gemeinschaften werden scheinbar selbstlose Hilfe und ein sicherer Hafen angeboten. Hat man diese angenommen, wandelt sich nach einiger Zeit das Blatt, denn diese Hilfe wird direkt oder indirekt mehr zurückgefordert. Du sollst dich reagieren, fühlst Druck, etwas zurückgeben zu müssen.

Wie sieht das “Rückzahlen” der Hilfe aus?

Bei der guten Freundin, indem du ihr, seitdem sie dir diesen Gefallen getan hast, ständig telefonisch ein offenes Ohr von dir erwartet. In ungesunden Gruppen, die zurückfordern, sollst du dich einordnen. Im Verlauf dann vielleicht sogar engagieren oder an Kursen teilnehmen, spenden oder dich kostenlos engagieren. Dieses ist scheinbar “nur zu deinem Besten” für dich, zieht dich aber immer tiefer in ungesunde Strukturen.

Narzissten nutzen zudem Unwissenheit und Gutgläubigkeit aus



Taktiken von Narzissten: Warum wenden sie diese (unbewusst) an, was sind ihre Motive?

Extreme Narzissten haben einen geringen Selbstwert. Sie wollen durch dieses Verhalten die eigene Unsicherheit überspielen. Ihnen mangelt es an Empathie: So können sie auch vertrauensvolle Informationen an andere weitergeben, ihnen fehlt der “emotionale Tiefgang”.  Narzissten leben in ihrer Schwarz-weiß-Welt aus Gewinnern und Verlierern. Sie möchten Gewinnen und ihren Vorteil haben. Deswegen nutzen sie Taktiken ein mögliches Missverhältnis – bspw. durch Schweigen oder aus dem Einfordern von Aufmerksamkeit und Hilfe – für sich wieder auszugleichen.  Narzissten mögen es, andere zu ärgern und übertragen  bzw. projizieren ihre Unsicherheiten oft auf das Gegenüber. Sie nutzen ihr Umfeld schamlos aus, um an Geld zu kommen.

Wieso lässt man sich davon beeindrucken und verunsichern? 

Ist man mit extrem narzisstischen Eltern aufgewachsen, kennt man diese Taktiken, bereits von klein auf. Man ist deshalb oft lange nicht in der Lage diese als solche zu erkennen, da diese für einen selbst ganz “normal” sind.  Man hat selbst nicht den Selbstwert, um zu erkennen, dass man sich so nicht behandeln lassen sollte. Hinzu kommt das Problem, selbst keine klaren Grenzen setzen zu können.

Was sind weitere Taktiken von Narzissten?

Wo liegen noch mehr Ursachen aber wie kannst du dich, wenn du betroffen bist selbst stärken und nicht mehr auf diese Taktiken herein fallen? Ich verrate es dir in meinem neuen YouTube Video und habe viele Tipps:

Anzeichen narzisstischer Vater

Anzeichen narzisstischer Vater

Stark narzisstische Züge beim Vater sind für viele Kinder häufig erst auf den zweiten Blick erkennbar. Denn häufig sind extrem narzisstische Väter im Familienleben abwesend. Oder sie leben ihre “konservative Rolle”, wie sie ihr Verhalten oft labeln, alltäglich aus. Für ihre Kinder ist es leider absolute Normalität, Abwertungen des Vaters zu erfahren, seine Launen zu ertragen oder ihn zu umsorgen. Um da selbst aber mehr Klarheit zu bekommen, schauen wir uns jetzt einmal gemeinsam typische Anzeichen eines narzisstischen Vaters an. Eines noch vorab: Solltest du noch mehr zum Thema narzisstischer Vater wissen wollen oder auch Narzissmus innerhalb der Familie, kann ich dir mein Buch, was bei GU erschienen ist, ans Herz legen “Die Maschen der Narzissten” 

Wie zeigt sich Narzissmus beim Vater?

Narzisstische Väter sind launisch

Narzissten haben oft komische Stimmungen. So wechseln auch narzisstische Väter ihre Stimmung scheinbar wie ein “Chamäleon”. Dabei sind sie unberechenbar. Dieses Verhalten kann man bereits seit der Kindheit kennen. Es kann einem als Kind bereits Angst gemacht haben, vielleicht macht man es sogar bis zum Erwachsenenalter mit und hat Probleme, dieses Verhalten zuzuordnen und seine Grenzen zu setzen.

Beispiel Alice und ihr narzisstischer Vater

Alice erinnert sich noch genau an ihre Kindheit: Beim Verlassen des Hauses am Morgen war der Vater noch richtig gut drauf und machte überschwängliche Pläne für Umbauten. Am Nachmittag war davon nichts mehr zu spüren. Er knallt die Tür, als er nach Hause kam, schrie herum, weil wieder einmal die Schuhe der Kinder im Weg standen. Der Vater motzte und beschwerte sich in einer Tour: Das Essen zu fade, die Kinder zu laut und generell hat er sich sein Leben doch anders vorgestellt. Dabei schaukelt er sich hoch, wie so oft und keiner wusste, was wieder einmal passiert war, als er auf der Arbeit gewesen war.  So war es für Alice bereits früher, aber sogar noch heute kann ihr Vater sich maßlos aufregen, wenn etwas nicht nach seinen Vorstellungen verläuft. Da reicht es bereits neulich, als Alice ihm eine seiner abstrusen,  aufgestellten Behauptung beim Essen widerlegte. Er schimpfte plötzlich, fluchte und drohte mit Konsequenzen, weil er sich wieder einmal gekränkt fühlte und seine Stimmung wurde extrem schlecht. Oft hatte sie deshalb heute als Erwachsene noch immer Angst, ihm wegen seiner Reaktionen zu widersprechen und wenn sie ihn traf vor seinen extremen Launen.


Typisches Anzeichen narzisstischer Vater: Er schikaniert über seine “Witzchen” 

Für seine Witzchen und seinen Humor war und ist der Vater bekannt und das nicht nur innerhalb der Familie. Seine Scherze gingen früher – und gehen auch noch heute – ausschließlich auf Kosten anderer. Schon als Kind nutzte er jede Gelegenheit, beispielsweise seine ungeliebte Tochter lächerlich zu machen. Ob ein Spruch über das Gewicht “Na iss’ mal was Richtiges!” Oder das Aussehen. Er fand und findet scheinbar immer einen vermeidlichen Fehler. Denn gerne kommentieren extrem narzisstische Väter das Verhalten ihrer Kinder auch und machen diese so vor anderen lächerlich. So lernen diese leider schon früh, was sie angeblich nicht können und glauben,  dass diese und ihr Verhalten ständig fehlerhaft und lächerlich sind. Das schmerzt seine Kinder immer wieder sehr, denn sie wollen von ihm geliebt und anerkannt werden.

Desinteresse narzisstischer Väter und keine Nähe 

Narzisstische Väter haben oft kein wirkliches Interesse an den Kindern. Sie sind in wichtigen Momenten ihrer Töchter und Söhne nicht da. Sie wissen nicht viel aus dem Leben der Kinder. Das Interesse bezieht sich, wenn dann ausschließlich auf die errungenen Leistungen, mit denen sie in der Öffentlichkeit prahlen, die sie aber nicht selten hinter verschlossenen Türen abwerten. Manchmal erstarken sie bei Misserfolgen ihrer Kinder, wenn sie sich im fortgeschrittenen Alter beispielsweise. in Konkurrenz mit ihren Söhnen befinden. Es fehlt in der Beziehung narzisstischer Väter zu ihren Kindern an Zuwendung und Nähe.  

Fehlender (emotionaler) Rückhalt narzisstischer Väter  

Kinder narzisstischer Väter haben kaum oder sogar keinen Rückhalt von ihrem Vater. Alles andere im Leben mit einem narzisstischen Vater oft wichtiger als das eigene Kind: Berufliche Belange werden allem anderen übergeordnet, die Hobbys sind bedeutender als sich um das Kind zu kümmern. Besonders schlimm ist ein fehlender Rückhalt, wenn man einen Vater emotional braucht. Bei der schmerzhaften Trennung muss ein “Ach Prinzesschen, Herzschmerz vergeht schon wieder!” Reichen. Er besorgt dann vielleicht noch etwas zu essen, hört ein paar Minuten zu und erzählt nach dann aber wieder von seinen Frauengeschichten. Er hat wenig Verständnis, wenn man in solchen Phasen nicht wie geplant funktioniert. “Jetzt muss aber auch mal wieder gut sein, deine Trennung ist doch schon ein paar Wochen her, belaste nicht immer deine Mutter hier so, die ist doch schon ganz durcheinander”. Emotionen zeigt er kaum, er weint immer nur dann, wenn er sich beispielsweise vor der Familie in Szene setzen kann.

Wieso verhalten sich extrem narzisstische Väter so?

Narzisstische Väter haben – auch wenn es erst mal nicht so scheinen kann – einen geringen SelbstwertEs gibt oft keine Nähe und keine enge Bindung zu anderen Menschen, so leider nicht einmal zu den eigenen Kindern. Hinzu kommt der Mangel an Empathie und auch, dass sie sich selbst im Zentrum sehen. Kinder sind für sie oft eine “Altersvorsorge” sind da, “weil man Kinder eben in einer richtigen Ehe hat”. Nicht selten haben sie auch besonders viele Kinder, auch um die kaputte Ehe besonders nach Außen am Laufen zu halten und diese als besonders intakt dastehen zu lassen.

Zudem sollen Kinder sollen ihre narzisstischen Väter als Vorbild sehen, diese anhimmeln und auf keinen Fall kritisieren. Das gibt narzisstischen Vätern ihre narzisstische Zufuhr. Sie lieben es, das Image des liebevollen und modernen Vaters zu imitieren, denn sie wollen ein perfektes Bild nach außen kreieren, um nicht angreifbar zu sein. Sie kümmern sich immer dann gerne und die Kinder, wenn es vom Umfeld gesehen wird und ihr Image aufpolieren könnte. Gerne geben sie dann auch Tipps zum Thema Familienleben, spielen sich als emphatischer Helfer auf oder engagieren sich in der Schule, der Kirche oder ehrenamtlich. Ein Verhalten, dass es Kindern dieser Väter zusätzlich schwer macht, extrem narzisstische Züge des Vaters überhaupt als solche zu erkennen. 


Auswirkung für Kinder narzisstischer Väter 

Kinder dieser Väter spüren oft, dass etwas nicht stimmt. Besonders die Diskrepanz zwischen dem Image nach außen, also dem “fürsorglichen Vater” und dem Tyrann zu Hause macht Kindern lange zu schaffen. Töchter und Söhne neigen dazu, sich nicht genug zu fühlen. Sowohl als Kind wie auch als Erwachsener. Nicht selten haben sie im Laufe ihres Lebens starke Probleme in Beziehungen mit Männern. Oft finden sie sich leider als Erwachsener in ungesunden Beziehungen mit Narzissten wider. 

Narzisstischer Vater: Das Video zum Blogartikel

Was sind weitere Anzeichen narzisstischer Väter? Was weitere Auswirkungen und wie mit dem Wissen umgehen, eventuell einen extrem Narzissten Vater zu haben. Ich erkläre es dir und habe viele Tipps in meinem YouTube-Video: 

 

Was denken andere über mich?

Was denken andere über mich?

Was hat die Gruppe, vor der ich eben den Vortrag gehalten habe wirklich über mich gedacht? Ist die Nachbarin so schnell an mir vorbei gelaufen, weil ich neulich keine Zeit für ein langes Gespräch hatte? Bin ich doch zu dick für dieses Kleid und haben deshalb scheinbar alle heute auf der Arbeit so komisch geschaut?

Sehen so oder so ähnlich deine Gedanken oft aus? Fragst du dich oft, was andere über dich denken? Dann schau dir dazu mein Kurzvideo mit praktischen Tipps an zum Thema “Was denken andere über mich?” an: Hör auf, dich zu sorgen, was andere über dich denken

Wenn Du Fragen hast oder Tipps brauchst, dann melde Dich gerne bei mir. Wir können uns über Telefon oder Video-Call unterhalten…solltest Du zu dem Thema noch mehr wissen wollen, dann empfehle ich Dir als Ergänzung auch mein Buch & E-Book “Die Maschen der Narzissten”

Barnum-Effekt

Der Barnum-Effekt und Narzissten

Ob Wahrsager, Ersteller von Horoskopen, (Wunder-)Heiler aber auch im Marketing oder in Persönlichkeitstests: Nicht selten nutzen Menschen den Barnum-Effekt bösartig zu ihrem Vorteil aus. Was genau ist er und warum verwenden viele extreme Narzissten, die andere hinters Licht und übers Ohr hauen wollen den Barnum-Effekt? Das Thema heute liegt mir sehr am Herzen, denn leider gibt es nicht nur Menschen in der Welt, die es gut mit ihrem Umfeld meinen. Gerade  Narzissten nutzen, um andere abzuzocken, ganz perfide Möglichkeiten, wenn es in den bösartigen Bereich geht. Sie nutzen auch Schwachstellen, die Notsituation oder auch Gutgläubigkeit und emotionale Abhängigkeiten aus. Ich mag das nicht. Deswegen habe ich auch kürzlich mein Buch geschrieben, das dich unterstützen soll, typische Maschen schneller zu erkennen und sich selbst zu stärken. Heute möchte ich dir einen Effekt erklären, der dich auch stärken soll und dir hilft, schneller ausnutzendes, möglicherweise sogar schädigendes Verhalten zu erkennen und klare Grenzen zu ziehen: den Barnum-Effekt.


Der Barnum-Effekt: Was ist das? 

Fangen wir mit einem Beispiel ein. Dafür habe ich habe eben mal spontan ein kleines Persönlichkeitsprofil von dir erstellt:

Du hast eine Menge ungenutzter Fähigkeiten, die du nicht zu Deinem Vorteil genutzt hast. Du hast zwar einige persönliche Schwächen, bist aber im Allgemeinen in der Lage, sie zu kompensieren. Manchmal hast du ernsthafte Zweifel daran, ob du auch die richtige Entscheidung getroffen oder das Richtige getan haben. Einige deiner Ziele sind ziemlich unrealistisch. 

Und was denkst du? Liege ich richtig? Zum großen Teil?  Ja? Das überrascht mich nicht, denn ist der Barnum-Effekt. Der Barnum-Effekt, welcher von Meehl (1956) das erste Mal so bezeichnet wurde, beschreibt das Phänomen, dass Menschen allgemein gehaltene, vage Persönlichkeitsbeschreibungen für persönlich zutreffend halten. Die sogenannten „Barnum-Aussagen“,sind also solche, wie ich sie eben in meiner Persönlichkeitsbeschreibung von dir beschrieben habe. Sie passen immer auf möglichst alle Menschen, sie sind generell „sehr genaue, triviale, vorteilhafte Beschreibungen aller normalen Menschen“. 

Der Name des Effekts

Benannt wurde der Effekt von Meehl nach P. T. Barnum, einem Zirkusdirektor, der einmal sagte, dass der Erfolg darin besteht, ein bisschen was für jeden zu haben (wie passend, oder?) Erste Untersuchungen dazu gab es schon 1949 von Forer, er untersuchte erstmals den Barnum-Effekt in Bezug auf Astrologie, indem er 39 Studenten (relativ kleine Gruppe) und Studentinnen eines Einführungskurses in Psychologie einen Persönlichkeitstest vorgab. Statt ihren eigenen richtigen Ergebnissen legte er jeder Testperson eine Woche später 13 idente Aussagen aus einem astrologischen Buch vor. Jede Beschreibung bestand aus folgenden 13 Aussagen (Forer, “The fallacy of personal validation: a classroom demonstration of gullibility”, https://psycnet.apa.org/record/1949-03749-001, 1949, S. 120), einige habe ich dir eben vorgestellt. Und so wie ich dich eben gefragt habe, ob du dich wieder findest, hast das aber Forer gemacht. Danach mussten die Studenten bewerten, wie genau und zutreffend die Aussagen ihrer Meinung nach waren.

Ergebnisse der Studie:

Das zeigten, dass der Großteil der Testpersonen recht leichtgläubig war und das Gesamtergebnis als zutreffend einschätzte beziehungsweise diesem zustimmte. Durchschnittlich bewerteten die Testpersonen in dieser Studie zwischen 8 und 13 Aussagen als wahr. Alle Studenten und Studentinnen empfanden den Persönlichkeitsfragebogen als ein gutes Instrument der Persönlichkeitsdiagnostik. (Persönlichkeitsdiagnostik unter dem Aspekt des Barnum-Effekts”, Katharina Freistetter, Wien 2012)

Interessantes zum Barnum-Effekt

Studien ergaben zudem, das beispielsweise astrologiegläubige Menschen anfälliger für den Barnum-Effekt, ebenso Menschen mit einem hohen Neurotizismuswert. Der Barnum-Effekt wird zudem unter anderem auch durch eine vorherige Überzeugung von der Glaubwürdigkeit einer Quelle beeinflusst und auch durch eine Kombination unter anderem auch von kognitiven Faktoren und Motivationsfaktoren.

Wie wenden Narzissmus den Barnum-Effekt für sich an, um ihre Vorteile zu erzielen?

Meiner Meinung nach hat der Barnum-Effekt besonders für Narzissten Vorteile, die diese bewusst (Narzissten sind oftmals nicht besonders smart) oder unbewusst nutzen. Denn Narzissten wollen schnell das Vertrauen des Gegenübers gewinnen, das geht mit diesen pauschalen Aussagen schnell. Sie neigen zu Monologen und zur “Schwurblerei”. Barnum-Aussagen sind bei genauem Hinschauen genau das: Leere und nichtssagende Sätze. Besonders verdeckte Narzissten mögen es, schwammig zu sein, wie ein Aal (sage ich euch ja sehr oft) und winden sich um klare, greifbare Aussagen. Zudem haben extreme Narzissten oft keine Moral, wenn es ihnen einen Vorteil bringt, seinem Gegenüber irgendwas zu erzählen, um beispielsweise Aufmerksamkeit oder Geld zu bekommen, dann nuten sie das nach Hilfe suchende Umfeld schamlos aus. Das sogar bei scheinbar engen Freunden. Lügen fällt ihnen leicht. Menschen ehrlich  zu sagen, dass sie etwas nicht wissen, fällt Narzissten häufig schwer (sie könnten als Looser dastehen, da flunkern sie lieber).


Warum ist man anfällig, auf den Barnum-Effekt, den Narzissten nutzen, reinzufallen? 

Sie liefern nicht selten schöne Zitate und Lösungen und finden scheinbar so passende Formulierungen für einen selbst. Diese sind so passend dargestellt und sie treffen, wie wir eben schon gelernt haben, deshalb auch auf jeden zu. So fühlt man sich aber leider gerade in großer (emotionaler) Not (auch wenn man ein sonst rationaler Mensch ist) schnell von ihnen angesprochen und “abgeholt”. Man sucht als Komplementärnarzisst (mehr dazu auch in meinem Buch), einer schlimmen Kindheit mit narzisstischen Eltern Gründe für ein schlimmes Schicksal ode schlechte Erlebnisse. Man braucht Hilfe, weil es einem schlecht geht und man auch Hoffnung braucht. Dann kommt ein Narzisst und der gibt die oben erwähnten einfachen und scheinbar so individuell passenden Antworten. Vielleicht ist man dann auch zu wenig kritisch (auch das oft ein Resultat narzisstischer Mütter und Väter) und damit leider ein leichtes Opfer sich da extrem täuschen, ausnutzen und abzocken zu lassen.

Der Barnum-Effekt und Narzissten: Das Video

Wieso ist man selbst anfällig auf ihn hereinzufallen, was sind weitere Gründe? Was kannst du tun und worauf kannst du achten, um nicht darauf rein zu fallen und sich verunsichern zu lassen und deine klaren Grenzen zu setzen? Ich erkläre es dir in meinem neuen Video und habe viele Tipps: 

Faulheit von Narzissten

Narzissten: teilweise faul, bequem und sehr passiv

Narzissten behaupten von sich oft, sie sind unglaublich fleißig. Sie sind beim genauen Hinschauen aber nicht selten sogar extrem faul, sehr bequem und alles andere als selbst aktiv. Ihre Art ist es, regelmäßig mit möglichst wenig Aufwand viel für sich selbst heraus zu holen: Ob finanziell oder auch wenn es darum geht, dass andere sich um sie kümmern und sie umsorgen. Die Bilanz sollte möglichst ausschließlich in einem großen Maß zu ihren Gunsten ausgehen.
Wie genau zeigt sich das auch auf den zweiten Blick und warum sind Narzissten manchmal sogar richtig stolz auf ihr Verhalten? Wie können sie so faul sein, ohne scheinbar ein schlechtes Gewissen zu haben? Darum geht es unter anderem im heutigen Blogartikel. Wenn du nach dem Lesen noch mehr zum Thema erfahren möchtest und selbst auch ganz praktische Tipps möchtest, um auch im Alltag souveräner mit schwierigen Menschen und Narzissten umgehen zu können, dann empfehle ich dir als Ergänzung mein Buch. 


Bequem, Passiv und die Faulheit von Narzissten: das sind Anzeichen

Narzissten wollen sich bedienen lassen

Geben und Nehmen ist nicht nach den Vorstellungen von Narzissten, denn Narzissten lassen sich am Liebsten von ihrem Umfeld  bedienen. Ganz offensichtlich lieben sie es, wenn das Umfeld sich um sie dreht und sie ständig umsorgt. Das ist ein für dich – wenn du als Kind narzisstischer Eltern aufgewachsen bist – ein vielleicht leider schon tief verinnerlichtes System:

Ungesunde Familiendynamiken

Der narzisstische Großvater Pit war schon dafür bekannt, der “Boss” zu sein. Das war sogar sein Spitzname, er war Automechaniker, ein rauer Ton war nach Meinung der Familie doch “normal”. “Der Opa war halt so”, hieß es da immer. Dass Opa seine Tochter Sonja immer wieder – auch als sie schon eigene Kinder hatte – in der Familie vor allen runterputzte normal. Auch, dass die Mutter ihn trotzdem bis zum tot pflegte, obwohl er sie immer abwertender behandelte war innerhalb der Familie ein stilles Gesetz. Es gab da unausgesprochene Regeln, an die sich die Mutter Sonja zu halten hatte. “Nicht gemeckert ist schon genug gelobt” zischte der Opa immer. Sowohl seine Tochter Sonja, wie auch die Enkeltochter Nina kannten es nicht anders.

Nun waren die Jahre vergangen, der narzisstische Opa Pit war gestorben und die Mutter Sonja war nun auch älter geworden.

Sie war gegenüber ihrer Tochter Nina aber auch nicht lieb. “Sie kann es nicht anders”, hieß es auch bei ihr immer, wie bei ihrem Großvater. Dabei war Nina es  jetzt, der sie umsorgte und sich um sie kümmert. Der große Garten, das Geschäft – anstatt sich um die eigene Familie zu kümmern, umsorgte Nina ihre Mutter. Sonja ließ sich gerne von Nina bedienen und nutzte ihre Hilfe genauso aus, wie sie vom Großvater ausgenutzt wurde. Aber sie war von ihrer Art anders (was es aber für Nina noch schwerer machte). Sonja machte es aber eher verdeckt, nicht so wie Großvater Pitt der lauthals von seiner Tochter einforderte. Die verdeckt narzisstische Sonja handelte subtiler: Sie zeigte sich oft erschöpft und hilflos Nina gegenüber (was sie bei genauen Hinschauen nicht war) und forderte die ständige Unterstützung von Nina so nicht so offensichtlich wie der Großvater ein. Sondern über passiv-aggressives Verhalten. So triggerte sie Ninas schlechte Gewissen ihrer Tochter gegenüber. Nina merkte zunehmend, dass sie das alles so nicht mehr wollte: In ihrer Beziehung lief es wegen Sonja zunehmend schlechter, sie vernachlässigte ihren Job, weil sie ständig für ihre Mutter da war. Aber sie hatte sofort bei dem Gedanken ein schlechtes Gewissen. Konnte sie das wirklich tun? Schließlich war man doch innerhalb der Generationen immer füreinander da, das machte doch Familie aus, oder? 

Narzissten haben keine Hobbys oder machen das, was andere machen mit 

Narzissten wollen am liebsten motiviert und animiert werden, bei Sport, Unternehmungen und vielen mehr. Besonders verdeckten, vulnerablen Narzissten fehlt die intrinsische Motivation. Sie haben kaum eigene Ideen und Motivation, aus ihrer Sicht können andere sich kümmern und sollen sie motivieren und animieren. Das ist die gute Freundin, die mit ins Fitnessstudio gekommen ist, aber ständig von außen motiviert und gebeten werden möchte, mit zu kommen. Da ist der neue Mitläufer in der Laufgruppe, der die anderen immer warten lässt, bei dem man nachfragen muss, ob er nun kommt und der beim Lauf immer wieder neue Gründe hat langsamer zu laufen, eine Pause zu brauchen, um von außen wieder motiviert zu werden.

Narzissten sind zu faul und bequem anderen auch bei Kleinigkeiten helfen und sie zu unterstützen

“Bist Du mal so lieb, nimmst Du das dann mit zu Mutti” sagt Mia zu ihren narzisstischen Schwester Anke. „Och man nee, dann liegt das hier die ganz Zeit in der Wohnung rum!” Nörgelte sie wieder. Es ist so anstrengend, immer wieder soll Mia etwas für ihre narzisstische Schwester Anke Schwester erledigen. Bitte sie Anke einmal um etwas, dann ist das zu viel für sie. Mia kann das gar nicht verstehen, für andere macht Anke immer so viel. Wenn es aber um die Belange von Mia geht, dann ist ihr das zu viel und es zeigt sich ihre extrem faule Seite.

Narzissten sind faul bei Teamarbeit

aber lieben es dann das Ergebnis der anderen als das Eigene zu präsentieren. Dabei gibt es bei Narzissten in Bezug auf Gruppen einen interessanten Effekt: Sie haben viele Ideen (die sie nicht selten einfach an anderer Stelle geklaut haben), reden denn viel über die Umsetzung dieser Ideen versprechen dem Umfeld viel, wenn diese sie unterstützen und versuchen dann die fleißigen Menschen im Umfeld dafür zu begeistern. Funktioniert dies, zeigen sich oft schon kurz nach dem Projektstart ihre faule und passive Seite. Sie haben unendlich viele Ausreden, warum sie nicht unterstützen können und sie sich nicht voll einbringen. Geht es aber darum, etwas zu präsentieren, tauchen sie umso schneller wieder auf, ebenso dann, wenn da Projekt beendet ist und es darum geht, die Lorbeeren zu ernten. Dabei kann man bei extremen Narzissten auch keine Moral erwarten. Die Faulheit von Narzissten kann hier wirklich schamlose Züge annehmen und wie ein Programm sein.

Wenn Narzissten sich in den Alltag oder Projekte einbringen 

Dann ist es oft kurzfristig zu viel und aufmerksamkeitswirksam. Alle sollen sehen und wissen, wie sie etwas gemacht haben. Dann erzählen sie überall davon, schreiben es in Gruppen oder verfassen einen Newsletter. Aber davon sollte man sich nicht blenden lassen, denn sie nutzen es, um ihre Faulheit und Passivität noch stärker auszuleben. Zum einen versuchen sie, den eigenen Einsatz dann doppelt und dreifach vom Umfeld wieder zu holen. Oder sie erwähnen es immer wieder und nutzen es über einen unangemessen langen Zeitraum, um sich immer wieder aus der Affäre zu ziehen.

Beispiel die narzisstische Kommilitonin Sara

Elena war total genervt. Wieder einmal saß sie den ganzen Sonntag nun zuhause und arbeite alleine andere Seminararbeit. Sie hatte sich von der narzisstischen Sara überreden lassen, dass sie gemeinsam die Projektarbeit im Marketing zu machen. “Ich bin immer sehr kreativ” sagte Sara noch zu Beginn. Sie saßen dann zusammen zum Brainstormen. “Kannst Du das mal alles zusammenfassen. Ich bin vom Typ her so, dass ich Ideen habe, aber zu verpeilt bin, das dann zu strukturieren, das liegt an meinem ADHS, was ich mir selbst diagnostiziert habe”, lachte sie. Das kam Elena schon komisch vor. Sie machte es und schickte Sara dann die ersten Infos mit der Bitte dazu was zu schreiben. Das machte Sarah aber nicht, stattdessen kam sie in der Pause zu ihr  mit vielen neuen Ideen. Am Ende meinte sie, kannst du das einbauen, ich muss am Wochenende zu meiner kranken Mutter und weg war sie. Elena ärgerte sich, den die Zeit zum Abgabetermin rannte, aber es fand sich kein Termin mehr mit Sara. Sie sagte ihr zweimal kurzfristig ab. Nun war es zwei Tage vor Abgabetermin und Elena machte nun die ganze Arbeit alleine für beide. Sie konnte und wollte nicht eine schlechte Note riskieren. Sie hatte zu Beginn bei Sara schon ein komisches Gefühl und das bestätigte sich auch. Ein paar Wochen später erzähle ihr Kim von einem ähnlichen Erlebnis mit Sara “Das hat sie bei mir auch gemacht, sie ist die Ideengeberin, sagt sie immer – dabei nutzt sie den anderen einfach aus, um nichts zu tun und gute Noten zu bekommen. Sie verspricht alles Mögliche aber liefert nichts und als Ausrede hat sie immer etwas Neues und versucht einen damit emotional dann zu erpressen, da muss man echt aufpassen!” Schade, dass Elena die Info nicht schon vorher hatte, ärgerte sie sich.


Ursachen Faulheit von Narzissten 

Narzissten haben kein wirklich tiefes Interesse an vielen Dingen. Wenn andere sie bedienen, haben sie die Aufmerksamkeit, die sie sich permanent wünschen. Das stabilisiert zumindest kurzfristig ihren geringen Selbstwert. Wenn andere mehr machen und sie sich auf die faule Haut legen, dann gehören sie ihrer Meinung nach zu den Gewinnern. Denn ihre Welt ist “Schwarz-weiß” und in Gewinner und Verlierer unterteilt. Narzissten haben keine Moral, sich ausschließlich von anderen bedienen zu lassen und nichts zurückzugeben. Zudem sind Narzissten auch nicht besonders smart (glauben es aber selbst sehr oft).

Faulheit von Narzissten: Probleme für Narzissten 

Viele Menschen wenden sich von Narzissten, die sich so extrem Verhalten ab. Deswegen sind Narzissten dann oft auch (selbst verschuldet) einsam. Sie haben oft ein recht langweiliges und eintöniges Leben, andere sollen sie aus ihrer Sicht motivieren. Der labile Selbstwert wird durch ihr Verhalten und dem Ausnutzen anderer kurzfristig gestärkt. Sie sind manchmal sogar noch stolz drauf und prahlen mit ihrer Faulheit und Trägheit, ebenso auch, wie sie andere ausnutzen. Das macht Narzissten häufig dann auch extrem unsympathisch. 

Faulheit von Narzissten: Warum lässt man sich von faulen Narzissten ausnutzen? 

Aus welchem Grund empfindet man es als normal aber ärgert man sich trotzdem? Was kann man tun um sich nicht mehr ausnutzen zu lassen? Ich habe Tipps und am Ende meines YouTube Videos drei Fragen für Dich:

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner