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Autor: Marie

Hi, ich bin Marie, eine sport- und reisebegeisterte Expertin für das Thema Narzissmus. Mit langjähriger Erfahrung als Bloggerin und mittlerweile über insgesamt 400 Artikeln schreibe ich hier seit 2016 jeden Samstag zu den Themen Narzissmus, psychische Gesundheit, Psychologie und gesunder Selbstwert. Seit 2016 betreibe ich zudem mit viel Herzblut und Leidenschaft meinen YouTube-Kanal »Narzissmus verstehen«, der mittlerweile über 60.000 organisch gewachsene Follower hat. Darüber hinaus bin ich Autorin des Ratgebers „Die Maschen der Narzissten“, der in der vierten Auflage beim Gräfe und Unzer (GU) Verlag erschienen ist. Zudem biete ich professionelle Beratung und auch Coaching an. Alle Inhalte meines Blogs und meiner weiteren Plattformen sind urheberrechtlich geschützt. 🫶 Marie
So machen sich Narzissten und Narzisstinnen oft über andere lustig

So machen sich Narzissten und Narzisstinnen oft über andere lustig ?

In welchen Situationen machen sich stark narzisstische Menschen über andere lustig und wie? Dazu habe ich ein Kurzvideo erstellt, du findest es hier bei YouTube und auch auf Instagram.

Du hast im Umfeld eventuell extreme Narzisstinnen oder Narzissten aber bist unsicher, hast Probleme da selbst klar zu sehen und deine Grenzen zu setzen? Ich biete individuelle telefonische oder Videoberatung an: Melde Dich gerne, die Buchung ist u.a. online möglich: weitere Infos dazu gibt es hier 
Noch mehr zu dem Thema Narzissmus mit ganz vielem Tipps auch in meinem aktuellen Buch “Die Maschen der Narzissten” Interviews, Infos, Videos, Rezensionen und Leseprobe 
Narzisstische Mutter und ihre Töchter Die Linie

Narzisstische Mutter und ihre Töchter & “DIE LINIE”

Narzisstische Mutter und ihre Töchter: Was passiert dort oft hinter den Kulissen. Was sind die Besonderheiten in der Beziehung zwischen der Mutter und den Töchtern? Wie sehen diese auch zwischen den Schwestern aus? Ich erkläre es dir in diesem Artikel und habe ganz viele praktische Tipps.

“DIE LINIE” ein bewegender Film über eine toxische, narzisstische Mutter und ihre Töchter

Zu meinem Blogartikel und einem dazu korrespondierendem Video kam es über eine Kooperation mit dem Filmverleih von dem Film “DIE LINIE”. In diesem neuen Film von Ursula Meier mit Stéphanie Blanchoud, Valeria Bruni Tedeschi, Benjamin Biolay und Newcomerin Elli Spagnolo geht es u.a. um eine toxische, möglicherweise stark narzisstische Mutter und die Beziehung zu ihren Töchtern. Er zeigt schonungslos, aber auch sehr sensibel, wie es oft hinter den Kulissen dieser Elternhäuser aussieht. Ebenso auch, welche Probleme entstehen – sowohl für die einzelne Tochter – als auch der Beziehung Geschwister zueinander.
“DIE LINIE” hat erst kürzlich drei Auszeichnungen beim Schweizer Filmpreis erhalten (zu Recht wie ich finde♥️) und lief im Wettbewerb der Berlinale. Er ist seit dem 18.05.23 im Kino zu sehen. Hier kannst du schauen, wo er in deiner Nähe läuft und es gibt noch viele zusätzliche Infos: Infos zum Film “DIE LINIE”.

Jetzt schauen wir uns einmal gemeinsam an, was oft hinter den Kulissen solcher Elternhäuser passieren kann. Viele diese Punkte werden auch im Film sehr gut dargestellt:

Narzisstische Mutter und ihre Töchter – was passiert da oft hinter den Kulissen:

Kleiner Hinweis: Die Regisseurin Ursula Meier erwähnte im Gespräch nach der Premiere in Berlin, auf der ich auch war, dass es ihr wichtig war, einen Frauenhaushalt darzustellen. Aus meiner Sicht könnten es aber durchaus auch Söhne sein.

Unterschiedliche Rollen der Töchter und auch eine Ambivalenz innerhalb der Rollen – (punktuelle) Ausgrenzung einzelner Familienmitglieder

Da gibt es vielleicht eine Tochter, die ein Talent der Mutter wie Sport oder Singen geerbt hat. Eine Gabe aber auch Bürde der Mutter, die es scheinbar selbst nicht nutzen konnte (wegen der Versorgung dieser Tochter, wie sie es ständig betont). Ein Talent, das der Tochter also trotz ihrer Bemühungen im Hinblick auf die Liebe und Zuneigung der Mutter aber oft nichts nutzt. So pendelt diese Tochter zwischen eigenem Talent, Erfolgsdruck der narzisstischen Mutter, schlechtem Gewissen dieser gegenüber, weil sie ihr die Lebenschance genommen hat und auch dem Wunsch nach Liebe und Anerkennung hin- und her.

Das alles führt zum Dauerdruck und wird zur Belastung…

Auch deshalb, weil eben das für diese Tochter bei genauerem Hinsehen ein Kampf gegen Windmühlen ist, da sie die imaginäre Messlatte der Mutter nie erreicht. Das Gegenteil ist nicht selten der Fall: Ihre Bemühungen werden permanent von dieser Mutter abwertet, indem sie im Extremfall über das “Versagen” ihrer Tochter dann hinter ihrem Rücken ständig bei ihren Geschwistern lästert.

Dann gibt es vielleicht auch “die Versorgerin” unter den Geschwistern…

Das ist die Tochter, welche versucht, die Gunst und Liebe über die Versorgung zu gewinnen, indem sie für den Familienfrieden sorgt. Die Schwester, die an Feiertagen alles organisiert und eher im Hintergrund managet. Aber auch sie macht in den Augen ihrer toxischen, narzisstischen Mutter scheinbar nie etwas richtig: Die narzisstische Mutter ist unzufrieden, wie sie etwas macht das Essen des Caterers an Ostern schmeckt furchtbar. Einladungen zur Silberhochzeit, welche die Tochter mit viel Liebe und sehr zeitaufwendig gestaltet und kostenintensiv gedruckt hat, waren einfach nur peinlich aus Sicht der Mutter.
Auch d
as Nästhäkchen, das alles bekommt (scheinbar) und auf das die Geschwister mitunter manchmal neidisch sind, zahlt für ein wenig Zuneigung einen hohen Preis in diesen Familien. Da es ständig emotional und auch für die Versorgung der Mutter zur Verfügung stehen muss. Es bestreitet wenn alle Geschwister ausgezogen sind den “Alltagkampf und Alltgskrampf” mit dieser Mutter alleine. Nicht selten haben die älteren Geschwister einer solchen kleinen Schwester oder dem Bruder deshalb ihm oder ihr gegenüber ständig ein schlechtes Gewissen, weil sie diese nach ihrem Auszug mit der narzisstischen Mutter alleine – und im Stich gelassen haben.
Man ahnt es bedauerlicherweise schon, wenn man es liest: Kinder innerhalb dieser Familien können sich innerhalb dieser Rollen oft nur sehr eingeschränkt selbst so entwickeln, wie sie es sich wünschen oder fühlen. Nicht selten liegt ein scheinbar unsichtbarer Druck auf ihnen und ihrer Rolle und sie versuchen darüber die Gunst der narzisstischen Mutter zu gewinnen. Häufig sind sie dadurch permanent lost und haben auch im weiteren Leben Probleme damit, ihren eigenen Weg zu finden. 

Allianzenbildung innerhalb der Familie

„Siehst Du wieder, was Deine Schwester angestellt hat.“ Sagte die Mutter zur kleinen Schwester Ella, als die große Schwester Ami wieder abrupt und einen Tag früher als geplant ihre Sachen packte und mit dem nächsten Zug nach Frankfurt zurück zum Studium fuhr.

“Deine Mutter hat jetzt schon wieder Blutdruck und Migräne, weil Deine Schwester mich immer so aufgeregt.”

Es war immer das gleiche und der Horror für Ella. Sie freute sich so, wenn Ami da war und dann gab es irgendwann Stress. Ami fuhr dann oft ganz plötzlich und im Streit, Ella war mit der Mutter alleine. Immer ging es der Mutter dann schlecht und Ella musste sich kümmern. Dabei war sie mit ihren 12 Jahren in dem Moment so überfordert und fühlte sich auch von Ami im Stich gelassen, dann hasste sie ihre Schwester. Dabei bewunderte sie auf der anderen Seite ihre große Schwester, aber irgendwie auch so lange sie denken konnte so sehr und orientierte sich an ihr.

Ständige Dramatik kennen alle innerhalb der Familie

Die toxische, narzisstische Mutter spielt mit ihren Erkrankungen und Stimmungen und das täglich. Es passieren immer wieder Katastrophen, die bei genauem hinsehen von ihr selbst immer wieder verursacht werden: Wichtige Termine werden nicht eingehalten und Fristen versäumt. Im Extremfall steht eine Existenz auf dem Spiel, weil Rate vom Haus nicht gezahlt oder erneut zu viel beim Teleshopping bestellt wurde. Die eine Tochter der narzisstischen Mutter kann nicht zur Wunschschule, weil die Mutter den Antrag nicht abgesendet hat. Bei einer anderen verpasst sie es, die Location für die Konfirmation zu reservieren, es bleibt am Ende bei einer Kneipe um die Ecke.

Dabei ist die Mutter bei diesen Katastrophen aber immer Opfer,

ihre Kinder sind schuld an dem, was der Familien alles negativ zustößt, da deren Betreuung so aufwendig und kostenintensiv ist. Als Kind nimmt man dieses Schuldgefühl an und hat deshalb immer das Gefühl, eine Last zu sein und ein schlechtes Gewissen.

Ständige Grenzüberschreitungen der narzisstischen Mutter 

Die toxische, narzisstische Mutter liest in Tagebuch ihrer Töchter und das ohne schlechtes Gewissen, sie erfreut sich fast an den Misserfolgen, die dort niedergeschrieben sind und die bedrückenden Worte ihrer Töchter. Sie fragt die Geschwister untereinander aus, mischt sich in die Kindererziehung ihrer Enkel permanent ungefragt ein, kauft Produkte und übernimmt “das Zepter” in der Erziehung – auch indem sie sich unabkömmlich bei der Unterstützung ihrer Töchter macht. “Lass das mal mit dem Kindergarten und der Anmeldung, die Oma hat Zeit und Familie ist doch das Beste, was man für ein Kind tun kann.”
Seit man als Tochter einer narzisstischen Mutter eine Grenze, dann kommt oft „Ich meine es doch nur gut“. Diese Mutter ist dann schnell gekränkt und schweigt mitunter über Wochen.

Permanent um die Gunst der narzisstischen Mutter buhlen

Welcher der Geschwister ist begabter? Wer kümmert sich mehr um Mutti”? Wie ist es mit der Hilfe, wer hilft mehr? Es gibt in diesen Familien mit der narzisstischen Mutter permanente Konkurrenz um ein Fünkchen Liebe und Anerkennung. Die Konkurrenzsituation kann extrem sein und sich auch in gegenseitigen Vorwürfen münden, “Du hättest und hast nicht, ich habe..”

Vernachlässigung in der Versorgung durch die toxische, narzisstische Mutter 

Kinder in diesen Familienkonstellationen müssen oft zu viel zu Hause mithelfen. Sie werden in einigen Fällen oder phasenweise nicht ordentlich versorgt. So fährt bspw. die Mutter mit den Freundinnen in den Wellnessurlaub übers Wochenende weg und lässt junge Tochter mit viel zu wenig Essen und ohne Ansprechpartner zu Hause. Als Tochter und auch Sohn übernimmt im Extremfall zu viele und nicht altersentsprechende Aufgaben der notorisch faulen, stark toxischen, narzisstischen Mutter.

Nähe- und Distanzproblem der Kinder und Mutter 

Man wird als Kind einer narzisstischen Mutter permanent (emotional) verstoßen und fühlt sich dennoch wie von Geisterhand zu ihr hingezogen. Es herrscht eine ungesunde Beziehungsdynamik, die auch Film sehr gut gezeigt wird. Dazu kommt das ambivalente Verhältnis zu den Geschwistern, mit denen man oft konkurriert, aber die man auch nicht im Stich lassen will, besonders dann, wenn sie kleiner sind.

Was macht das mit den Töchtern einer narzisstischen Mutter? 

Kleiner Hinweis: In meinem aktuellen Buch –  Ratgeber mit wissenschaftlichem Bezug – bekommst du noch mehr Infos u. a. zu dem Thema narzisstische Mutter  mit vielen Tipps: Infos zum Buch “Die Maschen der Narzissten”

Man fühlt sich als Tochter einer stark narzisstischen Mutter oft lost und nie genug.  Das zu Hause ist kein Ort der Ruhe, auch weil ständige Konkurrenz mit den Geschwistern herrscht. Das ist sehr anstrengend. Als Tochter oder Sohn fühlt sich nie sicher, was als nächst passiert und hat ein ambivalentes Verhältnis zu den eigenen Geschwistern. Ständiger emotionaler Schmerz kann vorliegen und eventuell auch chronische Erkrankung durch die andauernde Belastung. Man explodiert emotional oder rastet regelmäßig in Wutausbrüchen aus, hat eventuell stark selbstverletzendes Verhalten.

Warum sind die Mutter und die Dynamiken so (entschuldigt nichts, aber erklärt vieles)?

Oft liegt besonders eine stark narzisstische Problematik bereist schon viele Generationen vor. Bereits die Großeltern hatten stark narzisstische Züge, im Extremfall sogar bei beiden Eltern. In einigen Fällen liegen sogar schwere psychische Probleme der Mutter vor. Kinder sollen in diesen Elternhäusern nicht selten leider die Leere der eigenen Eltern füllen und sind eher “Mittel zum Zweck” als “Kind, dem man ein schönes Leben schenken möchte.”

Was tun mit einer solchen toxischen, narzisstischen Mutter und mit der Beziehung zu den Geschwistern?

Diese ganze Thematik und Problematik zu erkennen ist sehr schmerzhaft, aber der erste wichtige Schritt. Solche Filme wie “DIE LINIE” sind genau dafür gut, um auch zu sehen – von außen – was da passiert. Sie können zudem auch zur Enttabuisierung der Thematik – die sich in Elternhäusern jeder sozialen Schicht abspielen kann – und mehr Verständnis beitragen. Man sollte sich die Rollen anschauen innerhalb der Familie, u.a.:
– wer war man oder sollte man sein?
– welche Aufgaben hat man übernommen und wieso? 

In kleinen Schritten sollte man sehen, was das alles mit einem selbst gemacht hat und mehr Verständnis für sich selbst, die Situation und eben auch die Auswirkungen bekommen. Diese können sehr unterschiedlich sein, denn wir sind alle unterschiedliche Menschen. Dann kann man anfangen, seine Grenzen – im eigenen Tempo- zu setzen. Sowohl zu den Eltern, der Mutter und zu den Geschwistern.  In dem Zusammenhang kann man dann auch die Realität checken: Wie sieht das die Mutter das, wenn man sie mit ihrem Verhalten konfrontiert? Das kann sehr schmerzhaft sein, wenn sie stark narzisstisch ist.

Abstand zu schaffen, räumlich und emotional

eben eine (emotionale) Linie zu ziehen – kann ein langjähriges Projekt sein, weil man jahrzehntelang abhängig gemacht worden ist. Trotzdem kann ich jedem Betroffenen ans Herz legen, es zu versuchen. Für individuelle Tipps kannst du dich da, auch immer sehr gerne bei mir melden. Einen eigenen Ort der Ruhe schaffen, die heile Familienvorstellung zu verabschieden ist ebenfalls ein schwerer aber wichtiger und lohnenswerter Prozess für ein friedliches, entspannteres und glücklicheres Leben.
Noch mehr Tipps und auch Infos zum Thema gibt es auch in meinem aktuellen Video zum 
Film: “Narzisstische Mutter und ihre Töchter – was passiert hinter den Kulissen dieser Familien? DIE LINIE”

Was ärgert Narzissten

Was ärgert offene Narzissten und Narzisstinnen oft?

Narzisstinnen und Narzissten ärgern sich immer wieder in ganz bestimmten Situationen, welche sind das? Dazu habe ich ein Kurzvideo erstellt, du findest es hier bei YouTube und auch auf Instagram.

Du hast im Umfeld eventuell extreme Narzisstinnen oder Narzissten aber bist unsicher, hast Probleme da selbst klar zu sehen und deine Grenzen zu setzen? Ich biete individuelle telefonische oder Videoberatung an: Melde Dich gerne, die Buchung ist u.a. online möglich: weitere Infos dazu gibt es hier 
Noch mehr zu dem Thema Narzissmus mit ganz vielem Tipps auch in meinem aktuellen Buch “Die Maschen der Narzissten” Interviews, Infos, Videos, Rezensionen und Leseprobe 

 

Sport und narzisstisches Elternhaus

Sport und narzisstische Elternhaus

Sport ist im gesunden Maß gut und förderlich. Er kann zu verminderten Stressgefühlen führen und kann sogar das Leben verlängern. Auch bei eigener Veränderung kann regelmäßiges Sporttreiben ein guter und treuer Begleiter sein. Aber Sport ist immer nur ausschließlich positiv: Die Gefahr von Essstörungen, aber auch Sportabhängigkeit können durchaus negative Seiten von (zu viel) Sport sein.

Wir schauen uns deshalb heute einmal an: Wie wirkt Sport positiv und wo genau liegen denn die Gefahren beim Thema Sport? Warum ist Sport nicht gut oder extrem belegt, wenn man aus einem narzisstischen und toxischen Umfeld kommt und worauf kann man achten,  damit er ein möglicher Freund wird und nicht zur Belastung? Was sind ganz praktischen Tipps  – von mir als Sportfreak (begeisterte Läuferin, Skifahrerin, SUP-Fahrerin, Schwimmerin und Radfahrerin u.a.) – für dich?  

Es gibt eine starke Evidenz hinsichtlich der positiven Auswirkung körperlicher Aktivität auf die Gesundheit.

Diese liegt laut einer Veröffentlichung des Bundesverband der Arzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes (Germany) u.a. in den Bereichen: 

  • Gesamtsterblichkeit
  • Krebserkrankungen
  • Herz-Kreislaufgesundheit
  • muskuloskelettale Gesundheit
  • Stoffwechselgesundheit sowie neurokognitive Gesundheit vor. 

Sport erhöht beispielsweise die Konzentrationen von Dopamin, Serotonin und Noradrenalin im Blut, die über die Aktivierung unseres Belohnungssystems die Stimmung verbessern und Stressgefühle vermindern. Körperliche Aktivität kann sogar eine positive Wirkung bei Depressionen haben. Spannend ist auch der Einfluss von körperlicher Aktivität und Sport auf das zentrale Nervensystem (ZNS). Hierzu gibt es eine Interessante Veröffentlichung der Deutschen Sporthochschule in Köln. 

Ich selbst liebe Sport über alles und kann auch jedem ans Herz legen, Sport in sein Leben zu integrieren. Hierbei sind aber auch Maß und Motivationsgründe für den Sport sehr entscheidend. Denn Sport hat sonst auch durchaus einige negative Seiten, welche können das sein?:

Sport und physische Risiken

Physisch kann es zu Verletzungen kommen. Plötzlicher Herztot (nur sehr wenige) oder  Immunschäden sind nur einige Risikofaktoren. “Überlastungsschäden machen einen großen Teil der Sportverletzungen aus (30–50 % der Sportverletzungen), vor allem bei langen oder einseitigen Aktivitäten. Die Ursache für Überlastungsschäden generell werden vorangegangene Verletzungen, ein hoher Trainingsumfang, starke Anstiege in der Trainingsbelastung (Umfang und Intensität) sowie ungenügende Regeneration genannt.”(Springer.de)

Sport und psychische Risiken

Sport aus gesundheitlichen Gründen und für das eigene Wohlbefinden ist super und sehr förderlich. Zum Problem kann es aber werden, wenn die Optik der Hauptgrund ist: “Denn im Gegensatz zur Sportmotivation aus gesundheitlichen Gründen haben Personen, die Sport treiben, um eine Verbesserung ihres äußeren Erscheinungsbildes zu erreichen, ein höheres Risiko für Körperunzufriedenheit, geringeren Selbstwert, geringeres Wohlbefinden und die Entwicklung eines gestörten Essverhaltens. Ein Aspekt, der in der Zukunft aufgrund der intensivierten Nutzung sozialer Medien eine weitere Verschärfung erfahren.” (Springer.de)

Essstörungen und Sportabhängigkeit sind ebenfalls psychische Risiken. Auch Substanzmissbrauch, wenn bspw. schon Hobbysportler Asthmamittel u.ä. nehmen um sich zu Dopen kann sich sehr negativ auf die Gesundheit auswirken.

Kommst du aus einer Familie mit stark narzisstischen Eltern oder lebst du noch heute in toxischen Strukturen?

Dann kann  Sport mitunter negativ oder sehr extrem belegt sein. Wie kann das aussehen oder bei dir früher – als Kind oder Jugendlicher – in einem narzisstischen Elternhaus ausgesehen haben?

Sport und narzisstisches Elternhaus: Sport ist hier oft belegt mit extremen Leistungsdruck, es war nie verbunden mit Spaß und Freude. “Man muss mindestens eine Sportart machen”, hieß es da von der stark narzisstischen Mutter oder dem Vater. Dazu musste dann auch noch ein Musikinstrument erlernt werden. Es gehörte eben zu dem, was man – gesellschaftlich so macht. Oft wurden Sportarten von den Eltern nach eigener Vorliebe (Mutter: “Ich fand Turnen schon immer toll, dürfe es selbst nie”). Das Bild der perfekten Familie nach Außen das darüber gewahrt werden sollte (Tanzen in dem renommierten Tanzverein) oder Bequemlichkeit (der Fussballverein ist um die Ecke, da kann das Kind mit dem Rad hinfahren. Wird es bösartig, wählen Eltern auch gerne Sportarten aus, welche den Kindern nicht liegen bzw. Gruppen, in denen sie sich nicht wohlfühlen (Mutter: “Tom, geh jetzt zum Volleyball, da hast du auch gleich welchen deinem Alter.”)

Sport und narzisstisches Elternhaus: Faule narzisstische Eltern, die einem Sport nie nah gebracht haben können im weiteren Verlauf des Lebens ebenfalls zum Problem werden. Man hat einfach keinem Zugang dazu und nie gelernt es positiv in den Alltag zu integrieren. Vielleicht hat man sogar das Image bekommen nicht sportlich zu sein, weinfach weil man es nie gemacht hat.   

Sport und narzisstisches Elternhaus: Projizierende narzisstische Eltern können ebenfalls ein Problem für die Kinder sein und auch später werden. 

Diese Kinder sollten das sportlich machen, was die narzisstischen Eltern wollten: Die Mutter wollte Schwimmerin sein, der narzisstische Vater Fußballer, die Kinder sollen dies nun machen, was sie selbst nie umgesetzt haben. Das kann auch wie eine Story innerhalb der Familie über Generationen hinweg sein. “Schon Opa war professioneller Turner”, “schon, die Mutter und der Vater fuhren erfolgreich Ski”. Kinder und auch Enkelkinder haben scheinbar kaum eine Wahl,  sich diesem zu entziehen, denn schließlich “wird es ihnen ja in die Wiege gelegt”. Ein anderer Aspekt ist eben sportliche Ziele zu erreichen, welche die Eltern nicht geschafft haben:

Matthias, der nun endlich das schaffen sollte, was der Vater Jürgen nicht geschafft hat: Er sollte im Handball durchstarten. Er mochte diesen ruppigen Sport einfach nicht und verkroch sich schon als Kind, aber er musste  und lerne sich den anderen anzupassen. Leicht fiel es ihm nicht. Er war einfach nicht so groß und ruppig wie die anderen. Es war gegen seine Natur und fühlte sich jeden Tag so falsch an: Dese raue Art, dieses stundenlange Trainieren in der Halle.

Extremes Training kannte er schon als Kind, dann auch als Jugendlicher.

Aber eine wirkliche Wahl hatte er einfach nicht: Da war immer sein Vater, er lebte quasi für ihn und stand immer am Rand beim Training. Er wollte selbst ein mal Handballer werden, eine Verletzung beendete die Karriere. Stolz zeigte er Bilder von Matthias, wenn die Mannschaft wieder einen Titel holte oder er auf die Sportschule kam. Aber da gab es diese ganz andere Seite, die niemand kannte: Matthias war schon als Kind oft depressiv, denn es war für ihn emotional alles einfach kaum erträglich. Er liebte die Natur und mochte keine schreienden Menschen, extremes Training kannte er schon als Kind, dann auch als Jugendlicher.
Dann gab es zudem auch immer diese Ausraster von dem Vater. Wenn dieser zu Hause schrie und ihn bei Regen durch das Stadion peitschte. Aber nun hatte er es scheinbar fast geschafft, einige Profivereine meldeten Interesse an. Er hoffte so sehr, dass sein Vater nun endlich stolz war und Ruhe gab mit seinen Forderungen und Ideen, aber der hatte aber immer noch neue Verbesserungen, wenn er ihn besuchte. Matthias selbst war nicht glücklich innerlich, die Selbstzweifel wurden immer schlimmer. Er nahm sogar heimlich Medikamente gegen diese depressiven Phasen ein. Manchmal hatte er kaum noch Lebensmut das alles durchzuziehen, Es fühlte sich einfach so verdammt falsch an irgendwie. 

Sport und narzisstisches Elternhaus: Die traumatische Erfahrungen in Gruppen und Gemeinschaften beim Thema Sport.

Man wurde gemobbt beim Sport – sogar von ganzen Gruppen -, weil man sich als Kind und jugendlicher nicht durchsetzen konnte … Gruppen oder Sport in Gruppen sind vielleicht deshalb noch heute der blanke Horror. Denn kommt man aus einem stark narzisstischen Elternhaus und hat eher komplementärnarzisstische Tendenzen, ist man oft schon als Kind auch bei anderen sozialen Kontakten – wie Sportgruppen – schnell unter die Räder geraten. So wurde man vielleicht in einer Sportgruppe ausgegrenzt, abgewertet und ausgebeutet. Denn auch bei Sportgruppen gibt es innerhalb der Gruppe und auch unter Trainern stark narzisstische Menschen. Suchte man als ein solches Kind bei den narzisstischen Eltern Trost und Verständnis und hoffte darauf, diese toxische Sportgruppe verlassen zu dürfen, war wahrscheinlich genau das Gegenteil der Fall. Denn nicht selten wurde einem als Kind narzisstischen Eltern vorgeworfen, selbst schuld zu sein, nicht gemocht zu werden und nicht liebenswert zu sein. Gift für die Kinderseele und ihren gesunden Selbstwert. So etwas kann extreme Narben hinterlassenem, die daut führen Sport oder Sportgruppen zu meiden.

Sport und narzisstisches Elternhaus: Wie kann man das eigene Denken verändern und Sport für sich nutzen? 

Mir liegt das Thema Sport sehr am Herzen, denn ich finde einfach, dass Sport neben den Gefahren einfach so viel Positives zur eigenen Entwicklung beisteuern kann. Ich glaube, ein erster wichtiger Schritt ist es zu sehen, dass die Vergangenheit etwas mit einem gemacht hat. Man kann dann durchaus versuchen, das und vor allem auch den eigenen Blickwinkel zu ändern.

Macht man selbst kaum oder gar keinen Sport kann man mit kleinen (Denk)Schritten beginnen:

Eine Leichtigkeit lernen: Alles kann und nicht muss, so auch beim Sport. Denn es gibt keinen Zwang oder Leistungsdruck. Sport sollte Spaß machen und jeder mag da auch etwas anderes. Keiner lacht über andere Menschen, die Sport betreiben und niemand muss sich schämen, wenn er etwas am Anfang gar nicht oder nicht gut kann. Nur toxische, stark narzisstische Menschen lachen andere für so etwas bösartig aus und das sagt mehr über sie als über denjenigen, der etwas Neues probiert aus.

Wenn man heute Sport in einer Gruppe macht und das Umfeld abwertend ist, dann ist das eine andere Situation als früher. Heute kann man klare Grenzen ziehen und auch schnell diese Gruppe verlassen. Ich glaube auch da ist es wichtig, den Blickwinkel zu ändern, wenn man emotional da noch ein wenig im früher steckt.

Merke dir den wichtigen Satz: “Früher ist nicht heute”.

Sich bewusst machen, was Sport mit einem machtmit dem Körper und mit dem Kopf. Man kann mit kleinen Dingen starten und sich kleine Ziele setzen. Ich bin auch nicht spontan meinen ersten Marathon gelaufen. Begonnen habe ich mit 5- und 10 km Volksläufen, dann mal einen ersten Halbmarathon und dann habe ich mich an den ersten Marathon gewagt. Aber auch hier war mein Ziel gesund anzukommen, die Zeit war mir egal. So sollte es mit allen Sportarten sein, finde ich immer entspannt eine Sportart lernen. Man kann sich durchaus mal in Wettkämpfen messen, aber gesundheitlich sollte das keinesfalls um jeden Preis sein.  

Zu extrem Sport zu betreiben kann ebenfalls ein großes Problem sein…

wenn man aus einem Elternhaus mit strak narzisstischen Eltern kommt. Kleiner Hinweis an dieser Stelle: Mehr zu einem stark narzisstischen Elternhaus, den möglichen Auswirkungen und praktischen Tipps auch in meinem aktuellen Buch: weiter Infos hier.

Ich verrate dir etwas: Auch ich neige manchmal dazu, viel zu wenig Pausen einzubauen, das Ergebnis waren schon fiese Infekte und ein Ermüdungsbruch, das hat mich viel gelehrt:

  1. Sport braucht auch Pausen 

Wenn man zu einem “zu viel” neigt, ist es vielleicht hilfreich, sich einen Wochenplan zu machen: Worauf habe ich Lust, was habe ich sonst für Pläne und wie wird das Wetter. Dann kann man die Sporttage aber eben auch Pausentage einplanen.

2. Hör auf Deinen Körper

Ich finde, dass der Köper einem auch bei einer drohenden Überbeanspruchung zeigt, dass das Maß bald voll ist. Schmerzen, starke Müdigkeit oder gereizt sein können Anzeichen sein. Diese sollte man wirklich ernst nehmen, denn schließlich ist der Körper das wichtigste, was wir haben, und so sollte man lieb zu ihm sein und  ihn pflegen und ihn auch Beachtung schenken, wenn er uns etwas zeigen will.

3. Man sollte immer schauen, dass man Abwechslung hat 

Monoton immer das gleiche Programm ist oft nicht gut für den Köper. Zu einseitige Belastungen können starke folgen haben. Hiermit sollte man sich ebenfalls beschäftigen, wenn man viel Sport betreibt: Ein Läufer sollte regelmäßige ABC-Trainigs einbauen, Dehnübungen sind ebenso wichtig für Schwimmer wie Aufwärmungen für Golfer.

4. Es gibt auch ein zu viel an Sport

“Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt daher für gesunde erwachsene Personen ein Mindestmaß von 150 min moderater körperlicher Aktivität pro Woche.” Springer.de
Wo dein Mindest- und Höchstmaß liegt, das legst du selbst fest. Nach einem Marathon heißt es beispielsweise “Eine Faustregel besagt, dass man pro absolviertem Rennkilometer einen Ruhetag einlegen sollte. Bei einem als Hauptwettkampf gelaufenen Halbmarathon empfehlen sich folglich drei Entlastungswochen. Nach einem Marathon sollte man sechs Wochen entlasten.” (Achilles-running.de) Ich finde es immer hilfreich, auch hier zu schauen, was sich gut anfühlt, nach solchen Extrembelastungen aber tatsächlich auch Zwangspause einzulegen oder zumindest extrem stark zu minimieren.  Das empfand ich nach dem Marathon als schreckliche Quälerei, weil ich wie in ein Loch gefallen bin, weil ich davor einen Großteil meiner Zeit mit Training verbracht hatte und nun ein wichtiges Ziel im Leben fehlte.

Aber diese Pause wird vom Körper benötigt,

so habe ich mich gezwungen, bin das emotionale Tal durchschritten und habe mir stattdessen mal eine Massage gegönnt oder einen Ausflug in die Therme. Ich habe zwar keine sechs Wochen pausiert, aber doch eine gewisse Zeit und bin dann soft eingestiegen, das war quasi mein Kompromiss mit mir selbst.

5. Kein strenger Modus

Sich mal selbst auch strenger zu motivieren ist gut, aber sich nur runterzumachen und immer mehr von sich zu fordern, ist nicht gesund. Oft kommt das aus einem stark narzisstischen Elternhaus. Umso wichtiger, lieber zu sich zu sein, auch beim Sport die Trackinguhr nicht immer zu beachten und sich selbst ein Freund zu sein, auch wenn man an einem Tag nicht wirklich schnell oder ausdauernd gewesen ist. schließlich gibt es keinen Richter dem man Rechenschaft ablegen muss. Trainingserfolge sollte man feiern und Sportzeit als Genusszeit sehen.

Wenn du jetzt noch individuelle Tipps brauchst, dann melde dich immer gerne bei mir: weitere Infos. Ich habe zu dem Thema auch ein spannendes Video auf meinem YouTube Kanal erstellt: hier geht es zum Video (kleiner Tipp: jeden Samstag gibt es dort ein Video).

Verlassen von Narzisst

Verlassen von Narzisst oder Narzisstin – und jetzt?

Trennungen tun weh und sind oft lange danach oft noch schmerzhaft. Besonders mit stark narzisstischen Partnern kann eine Trennung extrem anstrengend sein. Sowohl im Prozess der Trennung als auch in der Zeit danach gibt es oft viele praktische und auch emotionale Herausforderungen. Wie kann man diese gut bewältigen? Das schauen wir uns heute einmal gemeinsam an. Weil es einfacher zu lesen ist, verwende ich wie gewohnt die männliche Form:

Verlassen von Narzisst: Was macht den Prozess der Trennung so anstrengend?

Der Ex ist sehr schnell anderweitig liiert 

Man ist oft sehr geschockt, wie schnell sich extrem narzisstische Menschen sich neu liieren können. Hat man selbst lange an einer Beziehung gehangen, ist das bei stark narzisstisch geprägten Menschen oft nicht so. Schnell schauen sie sich anderweitig um und haben dann den scheinbar neuen perfekte Match für sich gefunden. Dramatisch ist das bei verdeckten Narzissten: Hat man sie als Partner ständig stark umsorgt, gaben sie einem das Gefühl, alleine nicht existieren zu können, wird man schnell eines Besseren belehrt. Sehr schnell ist man ausgetauscht und kann es einfach nicht fassen. Es ist bei Narzissten und Narzisstinnen häufig auch irritierend, wie schnell sie ihre Moral- und Wertvorstellungen dabei über den Haufen werfen können.

Beispiel Paul und Sophie:

“Hast Du schon gehört?” Sagte Emilia zu Sophie. “Was denn” erwiderte sie. “Paul hat echt eine Neue meine Süße, I’m so sorry, dass ich Dir das sagen muss, jetzt, bevor wir ins Kino gehen, aber es ist wichtig, dass Du das weißt und dir nicht noch mehr Hoffnungen machst.” Sophie schluckte und die Tränen kamen hoch. “Jetzt schon eine neue nach 10 Wochen? Aber er meinte doch, er hat diese soziale Phobie und ist ohne mich verloren. Ich mache mir immer noch so Sorgen um ihn, kann nachts deswegen nicht schlafen.”

“Ich habe mich auch echt gewundert.” meinte Emilia.

“Dan hat mir gestern ein Bild gezeigt und mir geschickt schau mal, das ist die Neue” Emilia zeigte ihr ein Foto. Sophie starrte es fassungslos an “Das ist sie nicht, das kann nicht sein: Ihre Eltern haben dieses Maklerbüro in der Stadt. Ella heißt die doch, die hat er doch immer gehasst, gesagt, die ist so verwöhnt und verzogen, die kennen sich aus dem Online-Forum Literatur. Die hat er jetzt? Ich kann das nicht glauben..” “Ja und die hat wohl eine riesige neue Wohnung im Belgischen Viertel, da ist er wohl nur noch.” Meinte Emilia. “Aber er hasst doch die Gegend, meinte Sophie. Er ist doch gegen Gentrifizierung unterwegs gewesen” Sie war schockiert und sprachlos. “Sorry, Sweetie” entgegnete Emilia nur.


Verlassen von Narzisst oder Narzisstin: Abgezockt und “geldgeil”

Nach einer Trennung von Narzisstinnen und Narzissten zeigt sich auch im Bezug auf das Thema Geld plötzlich ein sehr extremes Gesicht: Die Geldbesessenheit. Das ist besonders ernüchternd bei verdecktem Narzissmus: Betonen sie doch so oft, wie wenig materialistisch sie sind, sieht das bei einer Trennung ganz anders aus.  Ihnen steht nach einer Trennung scheinbar alles zu, Argumente finden sie ohne Ende, oft sind es emotionale Gründe und sie versuchen über Mitleid ihre monetären Ziele zu erreichen.  Aber Vorsicht, auch verdeckte Narzissten haben oft einen Mangel an Empathie und nutzen emotionale Erpressung hier um ihre Ziele zu erreichen. 

Beispiel Thea und Ella:

Ella kam nach Hause. Gerade ging es ihr etwas besser nach der schmerzvollen Trennung von Thea. Sie hatte sie nach vier Jahren Beziehung vor vollendete Tatsachen gesetzt. Die Wohnungskündigung lag auf dem Tisch und Ella hatte nur wenige Wochen sich etwa Neues zu suchen. Nun öffnete Ella ihren Briefkasten und konnte es nicht fassen: Ein Anwaltsschreiben von Ella. Sie forderte von ihr eine ganze Liste von Dingen ein, Geschenke, welche  sie ihr gemacht hatte. Zudem wollte sie, dass Ella ein Abstandsgeld bezahlen sollte. Denn schließlich wohnten sie in Theas Wohnung und auch Ella hatte diese in derzeit “abgewohnt” so die fadenscheinige Begründung nochmals mehrere Tausend Euro zu bekommen. Ella konnte es nicht fassen, Thea tat immer so, als wäre Geld ihr nicht wichtig, aber jetzt bei der Trennung zeigte sich ihr Geiz und Besessenheit, was Geld Betraf noch einmal extremer. 

Die Gefühlswelt spiel leider allzu oft verrückt

Man fühlt sich nicht selten wie weggeworfen, denn eine Trennung kann ganz schnell gehen.  Es gibt oft kein abschließendes Gespräch, viele Fragen werden nicht geklärt. Man hat sich so extrem – vielleicht auch immer zu sehr – bemüht und untergeordnet und auch emotional scheinbar alles gegeben. Zudem ist es häufig nicht das erste mal, dass man selbst so eine schmerzhafte Trennung von einem Narzissten erlebt. Denn aufgrund von wissenschaftlich erklärbaren Dynamiken gerät man häufig “wie von Geisterhand” immer wieder in eine sehr ähnlich Art von Beziehungen. Der Verlauf ist bei genauem Hinschauen ähnliche, ebenso auch die häufig ganz dramatische Trennung von Narzissten. Das passiert auch Menschen, die sonst sehr erfolgreich im Leben stehen, auch diese können Probleme haben, dies zu erkennen und so führen sie immer wieder diese Art toxischer Beziehungen, die ihnen viel Kraft und Lebensglück kosten.

Beispiel Nisa:

Immer wieder wachte Nisa auf, sie konnte einfach nicht mehr richtig schlafen. Die Trennung machte ihr so zu schaffen, sie grübelte. Besonders nachts lag sie wach. Was war falsch gelaufen, gab es einfach keine Antworten auf ihre Fragen? Wieso war sie ihm zu viel – selbstsüchtig sei sie geworden, sagte Gabriel. Einfach nur, weil sie sich jetzt beim Bouldern angemeldet hatte und da jetzt einmal die Woche war und nicht kochen konnte. Sie sah gestresst aus, nahm auch unfassbar ab. Dabei war sie doch eine Powerfrau und in der Klinik geschätzte Mitarbeiterin.

Der Selbstwert ist am Boden

Der Selbstwert leider auch oft noch mehr am Boden nach so einer Beziehung. Hatte man vor der Beziehung mit einem Narzissten oder einer Narzisstin schon wenig Selbstwert, ist dieser nach so einer Beziehung noch geringer. Man macht sich besonders dann, wenn man selbst aus einem stark narzisstischen Umfeld kommt, zusätzlich auch nach einer Trennung eher runter, als sich wie eine gute Freundin zu trösten. Man findet zahlreiche Gründe, warum an alleine für das Scheitern verantwortlich ist.Dann besteht zusätzlich zu all dem Schlamassel auch noch die Gefahr der falschen Helfer: Narzissten im Umfeld im Freundeskreis aber auch online sind scheinbar selbstlos zur Stelle, aber in dieser Situation besonders langfristig einfach kein guter Berater.

Beispiel Catti und ihre Mutter

“Nun Catti, langsam wird es Zeit dich nicht mehr in Mitleid zu suhlen” zischte ihre Mutter. “Auf jetzt mal los, das Leben geht weiter”. Catti war so traurig. Jonas hatte sie plötzlich verlassen und sie war zu ihren Eltern geflüchtet. Erst war ihre narzisstische Mutter noch nett und schimpfte auf Jonas. Aber lange hielt es nicht. Jetzt, nach einer Woche sollte sie wieder funktionieren, das spürte sie und das sagte ihre Mutter auch. Sie sollte sich zusammenreißen. Dabei war Catti vollkommen aus der Bahn geworfen. Gestern beim Abendessen fing ihre Mutter sogar mit der Diskussion an, welchen Anteil an der Trennung Catti wohl hatte. Denn das betonte die narzisstische Mutter immer, Catti war angeblich kein leichter Mensch und das schon als Kind. Dabei stimmte das nicht aber Catti hatte kaum Kraft sich da auch noch zu verteidigen. Sie wollte einfach endlich Ruhe haben und einen Menschen der sie in dieser Situation stützte. 


Wieso ist die Situation so extrem anstrengend und wirft einen so aus der Bahn?

Ein Grund kann sein, dass man immer wieder die gleiche negative Erfahrung macht. Das hatte ich eben schon einmal kurz angesprochen. Gerade dann, wenn man aus einem narzisstischen Elternhaus kommt, ist die Gefahr sehr groß. Gefühlsmäßig ist dies eine erneute Zurückweisung, die man schon so oft erfahren hat. Die Abwertung in der Beziehung selbst  und auch im Rahmen der Trennung hinterlassen häufig ganz tiefe Wunden. Das “nicht geklärt sein” und auch der Prozess liegen wie ein unbezwingbarer Berg vor einem: Wieder neu anfangen, kämpfen müssen. Man hat zu viel investiert und gegeben, finanziell und emotional und wurde ausgenutzt, man ist leere ausgesaugt und ausgelaugt. Es waren wieder alles Luftschlösser und leere Versprechen, man kommt sich dumm und naiv vor, schämt sich. Mehr dazu, warum man immer wieder in diese ungesunden Dynamiken geraten kann auch in meinem aktuellen Buch “Die Maschen der Narzissten” mit ganz vielen praktischen Tipps.

Verlassen von Narzisst: Wieso sind Narzissten so anstrengend bei einer Trennung? 

Sie haben oft einen Mangel an Empathie und Narzissten “bekommen den Hals nicht voll”. Sie müssen aus ihrer Sicht gewinnen, auch und vor allem um den eigenen geringen Selbstwert zu stabilisieren und das Außenbild zu wahren. Narzissten wollen in letzter Konsequenz aber scheinbar nicht loslassen und sind widersprüchlich im Verhalten. Denn trotz Trennung mögen sie es, weiterhin Kontrolle und einen (emotionalen) Zugriff auf den Ex zu haben und so auch die Aufmerksamkeit zu bekommen. Es ist schwer, mit stark narzisstischen Menschen Konflikte auf Augenhöhe zu führen, da sie andere ständig abwerten, so ist eine Lösungsfindung oft schwer und erfordert eine ganz klare Haltung und innere Stärke. Dann kann es auch sein, dass man sich selbst ständig Vorwürfe macht, Schuld an der Trennung zu sein. Denn das versuchen einem Narzissten besonders bei der Trennung zu suggerieren. Wir alle wissen aber, dass die Ursache einer Trennung auf beiden Seiten zu suchen ist. 

Das Video zum Blogartikel

Wie kann man es dennoch schaffen sich aus diesen ungesunden Dynamiken zu befreien? Viele praktische Tipps dazu und noch mehr Infos gibt es in meinem YouTube Video “Getrennt und Verlassen von Narzissten oder Narzisstin” Ein kleiner Tipp noch für dich: Dort erscheint jeden Samstag ein brandneues Video von mir:

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