Narzisstische Mutter, was tun? Hast Du Dir diese Frage schon einmal gestellt oder stellst Du sie Dir vielleicht immer wieder? Zu erkennen, eine narzisstische Mutter zu haben, kann auf der einen Seite sehr befreiend sein. Für ein Gefühl, dass man sehr lange in sich getragen hat, gibt es nun endlich Antworten. Warum es beispielsweise in der eigenen Familie manchmal so komische Stimmungen gab. Es wird einem vielleicht auch deutlich, dass man von der Mutter oft (auch emotional) alleine gelassen wurde. Szenen aus der Kindheit tauchen plötzlich auf und auch in der Familie werden die Beziehungen plötzlich merkwürdig aufgewühlt. So viele Antworten, wie man plötzlich hat, die befreiend sind, werfen aber auch wieder ganz neue Fragen auf.  Welche Fragen können das sein und wie kann man mit dieser Erkenntnis - eine narzisstische Mutter zu haben -  umgehen?

Es ist alles anders und die ganze Kindheit und Jugend steht plötzlich in Frage

"Du hast wirklich Glück, solche Eltern zu haben" fast schon mantraartig war dies einer der Leitsätze der Kindheit. Schließlich hatte man aus Sicht der Eltern doch scheinbar alles. Da war das eigene Zimmer, ein Fahrrad und Kleidung bekam man doch auch. Das täglich warme Essen war aus Sicht der Mutter eine ganz besondere Leistung. Auch die Finanzierung des Studiums war auch Sicht der Mutter etwas, dass nur einem "Glückskind" - das man in ihren äugen war - passierte.
Dabei waren die Eltern finanziell schon immer gut aufgestellt: Der Vater war Jurist einer gut laufenden Kanzlei, die Mutter zu Hause. Als Kind war es einem immer unerklärlich, wie es einem in diesem scheinbaren Traumhaus so schlecht ging. Eine ständige Melancholie in der Kindheit, wenig Freunde, viel Mobbing, dem man ausgesetzt war und dem man sich ausgeliefert fühlte. Dazu kamen in der Pubertät dann die Essstörungen. "Viel Sorgen hast Du uns ja schon immer gemacht", war noch bis heute der Satz der Mutter, wenn es um die eigene Kindheit ging. "Ich musste mich sehr viel um Dich kümmern, sonst wäre ich bestimmt auch wieder arbeiten gegangen, aber das ging ja keinesfalls."

Daran glaubt und das oft leider auch sehr lange. Kommt man nun auf das Thema Narzissmus und die narzisstische Mutter, dann beginnt man diese Aussagen und die Rolle der Mutter zu hinterfragen. Es schießen einem die Gedanken in den Kopf.  Plötzlich beginnt man die Kindheit, Szenen daraus und seine eigene Rolle ganz stark zu hinterfragen:
"
War man wirklich so anstrengend?"
"warum hat man plötzlich nichts mehr gegessen und ist so stark in die Magersucht gerutscht, wieso hat die Mutter das nicht gesehen?"
"sind die Dinge wirklich so passiert?"

Die Welt gerät aus den Angeln, da sind die Fragen, die Antworten, aber auch die eigene Unsicherheit, oft zu denken, dass man sich vielleicht doch täuschen muss. Nicht selten schwanken diese Gefühle innerhalb eines Tages wie ein Pendel hin und her. Das kostet viel Zeit, aber vor allem auch sehr viel Kraft.

Wie soll ich mit der Erkenntnis nun weiter umgehen?

Hat man nun eine Erklärung für so viele Verhaltensweisen, wirft das eine Weitere fundamentale Frage auf: "Wie soll man der Mutter entgegentreten und soll man es ihr sagen?" Manchmal ist man vielleicht motiviert und denkst es ihr zu sagen, damit sich etwas ändert. Dann wieder hat man Angst vor ihrer Reaktion. Dazu kommt die Frage, ob man ihr von den ganzen Zweifeln erzählen sollte. Wird sie das verstehen oder vielleicht sogar beleidigt sein? Auf Kritik reagiert die narzisstische Mutter oftmals äußerst empfindlich. Das kann Dich hemmen, da selbst mehr Klarheit zu schaffen.

Woher kommen diese Gedanken und wieso kann einen die Situation (kurzfristig) überfordern? 

Oft sind diese Gedanken Ergebnisse einer ungesunden Kindheit. Die heile Welt innerhalb der Familie ist eine Art Manifest. Man lernt schon früh, dass die eigene Familie und das Handeln ihrer Mitglieder nicht angezweifelt werden sollte. Sonst drohen Bestrafungen, bspw. in Form von Schweigen oder sogar der Ausschluss aus der Gruppe. Dadurch werden eigene Zweifel automatisch verdrängt und auch als nicht OK abgestempelt. Nicht selten macht man sich eigene Vorwürfe, überhaupt kritische Gedanken gegenüber der "so aufopfernden" Mutter überhaupt zu haben. Es fehlt zudem die eigene Kompetenz, anderen Gegenüber überhaupt kritisch zu sein. Auch das eine nicht erlernte Kompetenz, die aber wichtig ist für das eigene erwachsene Leben. Man sucht zwar Fehler, wenn etwas nicht stimmt, aber eben ausschließlich bei sich selbst.

Was macht die Erkenntnisse eine narzisstische Mutter zu haben mit den Töchtern und Söhnen? 

Erst einmal kann es neben einer kleinen inneren Befreiung dazu führen, selbst traurig zu sein, im Extremfall sogar fast depressive Stimmungslagen zu haben. Die Lebensfreude ist stark getrübt und das Verhältnis zu den Geschwistern ist belastet. Man selbst sucht Informationen, manchmal sogar Tags und auch nachts. Das alles muss aber kein Dauerzustand bleiben.

Was sind weitere Fragen und Probleme?

Warum fällt einem das schwer, die Ruhe zu bewahren, das ganze klar zu sehen und wo können da eigene Hindernisse sein? Was tun, um seine Gedanken zu ordnen und nicht ganz lost zu sein? Ich habe in meinem ganz neuen YouTube Video Antworten und ganz viele Tipps für Dich.
..wenn Du zu dem Thema Fragen hast oder Tipps brauchst, dann melde Dich gerne bei mir. Wir können uns über Telefon, Video-Call unterhalten > weitere Infos & Buchung 

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Marie

Hi, ich bin Marie: seit 2016 Bloggerin, YouTuberin (YouTube Partner), Coach & Buchautorin. Hier auf meinem Blog und YouTube-Kanal findest Du Infos zu den Themen Psychologie, Narzissmus und gesunder Selbstwert. Qualität ist mir wichtig, deswegen deswegen sind die Quellen seriös und meine urheberrechtlich geschützten Artikel gut recherchiert. Gerne beantworte ich Dir als Expertin Deine Fragen in einem vertraulichen telefonischen oder Video (Skype/Zoom) Gespräch. Die Buchung ist schnell und sicher u.a. online möglich. Mein Buch "Die Maschen der Narzissten" erscheint im Sommer 2021 beim G&U Verlag (vorbestellbar). Wer bin ich? Sportbegeisterte Berlinerin, ausgebildete examinierte Krankenschwester und Diplom-Betriebswirtin (FH) und über 20 Jahre im Gesundheitswesen (auch Management) tätig gewesen. Ich stehe im Leben und arbeite seit einigen Jahren als selbstständige Beraterin & Coach sowie Projekt- und Social Media Managerin. ...kleiner Tipp: Schau gerne auf meinem YouTube Kanal "Narzissmus verstehen" vorbei.